Kurioser deutscher Regel-Blackout in Wimbledon

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Kurioser deutscher Regel-Blackout in Wimbledon
Kurioser deutscher Regel-Blackout in Wimbledon

Centre Court in Wimbledon, auf der anderen Seite des Netzes der britische Tennis-Held Andy Murray - für die deutsche Überraschung Oscar Otte steht am heutigen Mittwochabend ein echtes Karriere-Highlight auf dem "heiligen Rasen" an.

Der 27-Jährige hatte beim Rasen-Klassiker als Qualifikant erstmals das Hauptfeld erreicht, bei seiner Premiere gegen den Franzosen Arthur Rinderknech ließ er sich auch von einer Unterbrechung des Matches am Montagabend und langen Regenpausen am Dienstag nicht beirren (Wimbledon 2021: Spielplan und Ergebnisse).

Im entscheidenden Tiebreak des fünften Satzes setzte er sich beim Stand von 12:12 dann durch und machte das Duell mit dem zweimaligen Olympiasieger am Mittwoch klar - auch wenn der Deutsche das wegen einer kuriosen Wissenslücke zuerst gar nicht realisierte (Wimbledon: Oscar Otte vs. Andy Murray heute ab ca. 17.45 Uhr im LIVETICKER).

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Oscar Otte: "Dachte, der Tiebreak geht bis 10"

"Ich dachte, der Tiebreak geht bis 10 - ich habe keine Ahnung, warum", erklärte Otte, warum er nach seinem Punkt zum 7:2 so verdutzt dreinblickte: "Ich habe es tatsächlich nicht bemerkt. denn ich war ziemlich geschockt, als ich 'Game, Set and Match Otte' hörte." Nach wenigen Sekunden der Verwirrung herrschte dann aber auch bei ihm Klarheit.

Und der Kölner rechnet sich gegen den zweimaligen Wimbledon-Champion durchaus Chancen aus. "Ich freue mich einfach mega. Auf jeden Fall werde ich alles geben, ich werde alles auf dem Platz lassen", sagte Otte über das reizvolle Zweitrundenmatch: "Und natürlich will ich auch gewinnen."

Von Murray schwärmte er dann in höchsten Tönen. "Natürlich ist er im Tennissport riesig", sagte Otte über den Schotten, der nach schweren Hüftverletzungen derzeit nur 118. der Weltrangliste ist und erstmals seit vier Jahren wieder in Wimbledon aufschlägt. Als Otte die Dokumentation über Murrays Leidensweg sah, "habe ich tatsächlich geweint", erzählte er: "Es war so emotional und so inspirierend. Er ist einfach eine große Ikone in diesem Sport." (Alles Wichtige zum Tennis)

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