Kuriose Geschichten: Das geschah alles bei Olympia

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Kuriose Geschichten: Das geschah alles bei Olympia
Tonnenspringen war zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine olympische Disziplin. (Bild: Getty Images/ullstein bild Dtl.)
Tonnenspringen war zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine olympische Disziplin. (Bild: Getty Images/ullstein bild Dtl.)

Das Event Olympia bringt nicht nur sportliche Höchstleistungen hervor, sondern ist auch ein echtes Kuriositäten-Kabinett. Ein Blick zurück zeigt, wie unfassbar und ulkig die berühmten Spiele sein können.

St. Louis 1904: Marathonsieger lässt sich von Begleitfahrzeug mitnehmen

Der Marathonläufer Frederick Lorz überquerte 1904 als erster die Ziellinie und ließ sich als Olympiasieger feiern. Blöd nur, dass sich herausstellte, dass der US-Amerikaner gut die Hälfte der Strecke in einem Begleitfahrzeug zurückgelegt hatte. Lorz hatte nach Krämpfen bei Kilometer 14 bereits aufgegeben und war ausgestiegen. Nachdem auch das Auto den Geist aufgegeben hatte, lief Lorz wieder selbst weiter und als erster ins Ziel. Alles sei nur ein Spaß gewesen, beteuerte der damals 20-Jährige. Man glaubte ihm nicht und belegte ihn als Strafe mit einer zunächst lebenslangen Sperre, die aber dann doch 1905 auslief.

Berlin 1936: Mann nimmt bei Hochsprung der Frauen teil

Dora Ratjen nahm 1936 an den Olympischen Spielen in Berlin Teil und wollte hoch hinaus. Im Hochsprung belegte sie den vierten Platz, zwei Jahre später folgte der Weltrekord. Erst dann stellte sich heraus, dass Ratjen intergeschlechtlich war, seine sportliche Karriere als Frau war damit vorbei. Ein paar Jahre später wurde sein "formaljuristisches Geschlecht" auf "männlich" geändert. Fortan nannte er sich Heinrich "Heinz" Ratjen.

Los Angeles 1984: Puerto Ricanerin schickt Zwillingsschwester zum Weitsprung

Dass die Puerto Ricanerin Madeline de Jesus eine Zwillingsschwester hat, kam der Athletin 1984 bei den Sommerspielen in Los Angeles zugute. Sie trat in der 4-mal-400-Staffel und im Weitsprung an, bei dem sie sich verletzte. Kurzerhand schickte sie ihre Schwester, die eigentlich als Zuschauerin auf der Tribüne saß, an ihrer statt. Der Tausch fiel nicht auf und das Team qualifizierte sich beim Staffelsprint. Letztendlich bekam der Cheftrainer Puerto Ricos doch Wind von dem Betrug und nahm das gesamte Laufteam aus dem Wettbewerb.

Sarajevo 1984: Skiteam von Chile reist ohne Equipment an

Nicht nur in den Sommerspielen ging es rund. Während die Winterspiele von 1984 vor allem von der DDR dominiert wurden, erregte die chilenische Mannschaft auf andere Weise die Aufmerksamkeit der Welt. Das Skiteam reiste ohne Skier, Stöcke und Schuhe an. Der chilenische Verband hatte beschlossen, dass man das Equipment erst vor Ort kaufen wolle.

Rio 2016: Angeln auf der Toilette verboten

Andere Länder, andere Sitten: Bei den Spielen in Rio 2016 wollten die Veranstalter beim Hygiene-Konzept auf Nummer sichergehen. So sorgte ein auf den Toiletten für die Athleten aufgehängtes Schild für Schmunzeln bei der US-amerikanische Basketballspielerin Elena Delle Donne (31). Unter der Überschrift "Bitte kein Klopapier in die Toilette werfen" waren einige Zeichnungen mit Strichmännchen zu sehen. Diese verdeutlichten Aktivitäten, die auf der Toilette verboten waren wie angeln, sich übergeben und urinieren auf einem Bein. Elena Delle Donne fotografierte die Verbote ab und schrieb zu ihrem Post auf Instagram: "Ich nehme mal an, ich werde heute wohl nicht mehr angeln gehen."

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Echt jetzt? Diese Disziplinen waren mal olympisch

Ein beziehungsweise mehrere olympische Kuriosa führen uns zurück an die Anfänge der Spiele. In deren mehr als 120-jährigen Geschichte gab es die unterschiedlichsten Wettbewerbe, von denen es nicht alle bis heute geschafft haben. Neben Taubenschießen (mit echten Tauben!) waren auch das Seilklettern und Tauziehen eine Zeit lang olympisch. Die wohl unappetitlichste Disziplin erfreute sich 1904 in St. Louis großer Beliebtheit: Tabak-Weitspucken. Auch Sackhüpfen und Tonnenspringen durch aufgehängte Fässer bekamen olympische Auftritte. Heute erinnern solche Kategorien wohl eher an Kindergeburtstage als an sportliche Höchstleitungen.

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