Kuriose Eigentore ebnen Barca Weg Richtung Halbfinale

Der FC Barcelona kann dank gütiger Mithilfe des AS Rom bereits für das Halbfinale der Champions League planen.

Das Team um Nationaltorhüter Marc-Andre ter Stegen setzte sich im Viertelfinal-Hinspiel gegen die Roma dank zwei Eigentoren mit 4:1 (1:0) durch. (Ergebnisse und Spielplan)

"Das geht alles in die richtige Richtung. Wir haben vier Tore, jetzt müssen wir die ganze Sache natürlich noch zu Ende bringen, aber die Ausgangslage für uns ist super", sagte ter Stegen bei Sky.

Barca profitiert zum fünften Mal von einem Eigentor

Zunächst lenkte Daniele De Rossi einen Querpass von Andres Iniesta unhaltbar für Roma-Keeper Alisson Becker ins rechte Eck (38.). (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Nach der Pause wurde es noch kurioser: Nach einer Ecke brache wiederum Iniesta den Ball scharf vor das Tor Richtung Samuel Umtiti. Doch Kostas Manolas grätschte in die Hereingabe, bugsierte den Ball zunächst an den Pfosten, doch der Abpraller landete an seinem Knie und trudelte von dort über die Linie (55.).


Zum insgesamt fünften Mal profitierte Barca in dieser Champions-League-Saison von einem Eigentor des Gegners - nur Lionel Messi erzielte mehr Treffer für die Katalanen. Gerard Pique (59.) und Luis Suarez (87.) sorgten letztlich für klare Verhältnisse.

Dzeko trifft - und hadert

Die Roma konnte zwischenzeitlich durch Edin Dzeko verkürzen (80.), benötigt im Rückspiel am kommenden Dienstag (20.45 Uhr im LIVETICKER) aber schon ein Wunder, um doch noch ins Halbfinale einzuziehen.

"Ein 1:3 wäre ein besseres Ergebnis für uns gewesen, aber wenn man so viele Fehler gegen eine solche Mannschaft macht, wird man bestraft", sagte Dzeko nach dem Spiel.

Rakitic scheitert am Pfosten

Vor 90.106 Zuschauern im Camp Nou taten sich Superstar Lionel Messi und Co. zunächst sehr schwer. Zwar jubelten die Gastgeber nach der vermeintlichen 1:0-Führung durch Suarez bereits in der vierten Minute, der Uruguayer stand aber im Abseits. Eine knappe Viertelstunde später traf der ehemalige Schalker Ivan Rakitic für den souveränen spanischen Tabellenführer nur den Pfosten.

Rom, das im November 2015 in der Gruppenphase der Champions League gegen Barca mit 1:6 unter die Räder gekommen war, geriet nach ordentlichem Start Mitte der ersten Hälfte immer mehr unter Druck. Der von vielen Klubs umworbene Roma-Torwart Alisson rettete in der 28. Minute gegen Suarez, der in La Liga schon 22-mal in dieser Saison getroffen hat.

Zehn Minuten später sorgte dann De Rossi unfreiwillig für die verdiente Führung der Blaugrana. 

Rom fordert zweimal Elfmeter

Rom gelang im ersten Durchgang kein vernünftiger Torschuss. Lorenzo Pellegrin scheiterte mit einem Freistoß kurz vor der Pause an der gut postierten Mauer. Allerdings hätte es nach dem Foul von Samuel Umtiti an Lorenzo Pellegrini, das auf der Strafraumlinie stattfand, Elfmeter für Rom geben müssen. Den forderte zuvor schon Dzeko vergeblich (10.), als er von Umtiti im Strafraum zu Fall gebracht wurde.

Sekunden nach dem Seitenwechsel hatte Diego Perotti den Ausgleich auf dem Kopf, nach dieser Schrecksekunde dominierten aber wieder die in der Liga seit 37 Spielen ungeschlagenen Gastgeber das Geschehen. Lediglich vor dem Tor offenbarten Messi, Suarez und Kollegen ungewohnte Schwächen.

Ter Stegen mehrfach stark - gegen Dzeko machtlos

Rom machte es zumindest vor dem eigenen Tor zunächst besser. Kurz nach dem Patzer von Manolas traf dann aber in Pique auch ein Spieler im Barca-Trikot.

Dadurch war der Widerstand der Römer, die erstmals seit zehn Jahren wieder im Viertelfinale der Champions League stehen, aber immer noch nicht gebrochen. Ter Stegen verhinderte zunächst zweimal den Anschlusstreffer, ehe Dzeko zuschlug. Vom AS-Torjäger war bis dahin nichts zu sehen gewesen. Suarez mit seinem ersten Tor in der Champions League seit 13 Monaten ließ dann Barca wieder jubeln.