Kuntz lüftet das Olympia-Rätsel

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Kuntz lüftet das Olympia-Rätsel
Kuntz lüftet das Olympia-Rätsel

Die Olympischen Spiele (23. Juli - 8. August) rücken immer näher - Zeit für Stefan Kuntz, sein endgültiges Team bekannt zu geben.

Der 58-Jährige, der erst Anfang Juni mit der U21-Nationalmannschaft den EM-Titel gewonnen hatte, wird den wohl 22-köpfigen Olympia-Kader am Montag gegen 12 Uhr bekannt geben. Erwartet wird eine Mischung aus verdienten U-Nationalspielern der vergangenen Jahre und dem Stamm jener Mannschaft, die erst vor drei Wochen U21-Europameister wurde. Die Auswahl erfolgt aus einem Pool von 50 Spielern.

Infrage kommen alle Profis, die 1997 oder später geboren worden sind, plus drei ältere Akteure. Kuntz hatte es auf seiner Suche indes nicht einfach, da im Gegensatz zu anderen Turnieren keine Abstellungspflicht für die Klubs besteht.

Der ehemalige Bundesliga-Angreifer musste also einiges an Überzeugungsarbeit leisten, um die jeweiligen Spieler bzw. die zugehörigen Vereine für seine Mission Olympia-Gold zu gewinnnen.

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Nach Informationen des kicker wird Maximilian Arnold den Weg nach Tokio antreten. Der Mittelfeldspieler des VfL Wolfsburg hatte bereits 2017 mit Kuntz den EM-Titel mit der U21 geholt, jetzt soll er das nächste Meisterstück anvisieren.

Olympia ist für den 27-Jährigen zugleich ein Trostpflaster, nachdem er von Bundestrainer Joachim Löw für die EM nicht berücksichtigt worden war.

Arnold hatte in der vergangenen Saison maßgeblich dazu beigetragen, dass die Wölfe die Champions League erreichten, schoss drei Tore und bereitete sechs vor; der unumstrittene Anführer im VfL-Mittelfeld.

Arnold wohl der einzige Wolf

Jetzt also Tokio. Wie der kicker weiter berichtete, wird Arnold aber der einzige Wolf sein, der das olympische Abenteuer bestreitet. Ridle Baku, der in diesem Jahr U21-Europameister wurde, soll nicht dabei sein, ebenso wenig Elvis Rexhbecaj.

Die beiden werden die normale Bundesliga-Vorbereitung unter Wölfe-Neu-Coach Mark van Bommel absolvieren.

Was die weiteren U21-Europameister angeht, so herrscht noch keine komplette Klarheit. Anton Stach, David Raum, Niklas Dorsch oder Lukas Nmecha könnten dabei sein - Florian Wirtz wird wohl eher die Vorbereitung bei Bayer Leverkusen absolvieren.

Eine Rolle bei der Nominierung spielt auch die Anzahl der Spieler pro Klub. So soll Kuntz nicht mehr als zwei pro Verein mitnehmen.

Jonathan Burkardt (Mainz) verzichtet wohl auf seine Teilnahme, Luca Waldschmidt von Benfica Lissabon, Torschützenkönig der U21-EM 2019, erhält angeblich keine Freigabe von seinem Klub.

Die größte Zahl an potenziell Nominierbaren tummelt sich derweil bei Hertha BSC - mit Suat Serdar, Maximilian Mittelstädt, Arne Maier, Eduard Löwen und Jordan Torunarigha sind es gleich fünf, die Kuntz ins Auge fasst.

Kruse dabei?

Ebenso ein Kandidat bei der Alten Dame: Davie Selke, der einer der drei "Älteren" sein könnte. Weitere Namen, die nach 1997 geboren sind: Lars Stindl oder Max Kruse. Stindl allerdings sagte bereits ab.

"Ich habe mich im Austausch mit Max Eberl und dem Verein dazu entschieden, dass ich unter den gegebenen Umständen und mit Blick auf die Runde meine Vorbereitung komplett bei Borussia mache", sagte Stindl der Bild. Und Kruse? "Fußballerisch hätte ich richtig Bock nach Tokio zu reisen und die Olympischen Spiele mitzunehmen. Ich glaube, das ist einfach ein Riesenerlebnis", hatte der Star von Union Berlin Ende Januar gesagt.

Auch Jonathan Tah (Bayer Leverkusen) und Waldemar Anton (VfB Stuttgart) sind als "Oldies" denkbar. Die Nummer eins im Tor scheint derweil ein Mann zu sein, der direkt 1997 geboren ist. So soll Antons neuer Teamkollege Florian Müller grünes Licht erhalten haben, nach Tokio zu reisen.

Weitere 97er, die infrage kommen: Felix Uduokhai, Marco Richter (beide FC Augsburg), Keven Schlotterbeck (SC Freiburg) und Benjamin Henrichs (RB Leipzig).

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