Künstler verwandelt Donald Trump in Comic-Bösewicht

Bösewicht statt Superheld: Der US-Präsident ist nun auch eine Comicfigur. (Bild: AP Photo)

Er provoziert, schockiert und empört: Donald Trump hat sich als US-Präsident nicht nur Freunde gemacht. Ein US-amerikanischer Künstler hat Trumps umstrittenste Aussagen nun auf seine ganz eigene Art verarbeitet.

„Grab them by the pussy“, „nasty woman“, „fake news“ – seit Donald Trump im Juni 2015 zur Präsidentschaftswahl antrat, hat er einige umstrittene Statements abgegeben, die sich nachhaltig ins öffentliche Gedächtnis eingebrannt haben.

Der US-amerikanische Illustrator Robert Sikoryak verarbeitete diese Äußerungen nun in seinem Bildband „The Unquotable Trump“. Der Künstler, der schon für das „MAD Magazine“ und „The Daily Show with Jon Stewart“ gearbeitet hat, verwandelt Trump darin in einen klassischen Comic-Bösewicht – eine Rolle, die dem Präsidenten wie auf den Leib geschneidert zu sein scheint.


„Er hat viele Eigenschaften, die mich an Comicbuch-Antagonisten erinnern“, so Sikoryak gegenüber „Mashable“. „Offensichtlich sind da seine Statements, die ganze Bevölkerungsgruppen beleidigen oder Gewalt fördern. Er ist rücksichtslos und gemein, kleinkariert und arrogant … Ich könnte noch mehr aufzählen.“


Der Bildband enthält fast 50 Parodien bekannter Comicbuch-Cover, in denen Donald Trump als der Bösewicht auftritt, von „Wonder Woman“ über „Popeye“ bis „Speedy Gonzales“. Dabei wurden nur Sätze verwendet, die der 71-Jährige wirklich gesagt oder getwittert hat.


„Trump verwendet oft gewagte und vereinfachende Statements. Sie passen zu der Idee vom eindeutig Guten und Bösen, von richtig und falsch, die wir aus traditionellen Comicbüchern kennen“, so der Künstler.

Nachdem er seine Illustrationen ursprünglich in Schwarz-Weiß auf Tumblr gepostet hatte, sind die gesammelten Werke der Reihe nun in Farbe unter dem Titel „The Unquotable Trump“ für umgerechnet 17 Euro erhältlich. Robert Sikoryak selbst glaubt, dass er mit dem Buch mehr Menschen als jemals zuvor erreichen wird, da Trump jeden, unabhängig von seiner politischen Überzeugung, beschäftige.