Kultur: Candy Dulfer begeistert im Quasimodo in Berlin

1999 stand sie zuletzt im "Quasimodo" auf der Bühne: Die Saxofonistin Candy Dulfer lieferte eine atemberaubende Show.

Die Luft ist zum Greifen schwül. Das nahezu ausverkaufte Quasimodo, der legendäre Rock- und Jazzclub in Charlottenburg, kocht und dampft am Dienstagabend, noch bevor die niederländische Saxofonistin Candy Dulfer mit ihrer Band überhaupt die Bühne geentert hat. Sie hat sich rar gemacht in den vergangenen Jahren, seit ihrem 2011 erschienenen, etwas sehr leichgängigen Album "Crazy". Nun ist sie mit ihrer gerade erschienenen Platte "Together" auf Tournee und die Zeichen stehen vom ersten, neuen Stück "After Tonight" an auf purem Funk, treibend, derb-elegant, knochentrocken.

"Der Laden hier hat sich ja kaum verändert", ruft sie zur Begrüßung in den Saal. 1999 stand sie zuletzt im Quasimodo auf der Bühne. Sie hat den Club offenbar in guter Erinnerung. Und kündigt das nächste, neue Stück mit den Worten an: "Das ist mein guter Rat für alle Mädchen, die Saxofon spielen wollen". "How It's Done" heißt der und fährt dem Publikum mächtig in die Beine. Ja, hier regiert der schweißtreibende Funk, hier geht es mit lasziv-lässiger Energie zur Sache. Hier ist Stillstehen zwecklos.

Ein Moment des Luftholens in einer atemlos machenden Show

Candy Dulfer, Tochter des holländischen Saxofonisten Hans Dulfer, hatte bereits mit 14 Jahren ihre erste eigene Band Funky Material. Sie war gerade mal 20, als sie gemeinsam mit Gitarrist Dave Stewart von den Eurythmics ihren ersten Hit "Lily Was Here" landete, ein Stück für den gleichnamigen Film, der schnell in der Versenkung verschwand. Für Candy Dulfer aber b...

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