Kultur: Der Sender als Freund

Mehr Kante zeigen: RBB-Intendantin Patricia Schlesinger stellt ein neues Programm und eine neue Kampagne vor.

Ein knappes Jahr liegt es zurück, da kündigte Patricia Schlesinger "die größte Reform des Senders seit seinem Bestehen" an. Der Rundfunkrat hatte sie zuvor zur Intendantin des RBB (Rundfunk Berlin-Brandenburg) gewählt, der Auftrag war eindeutig: Der Fernsehauftritt des Senders müsse sich grundlegend verbessern. An diesem Dienstag nun möchte die 56-Jährige zeigen, wie weit ihr Vorhaben gediehen ist. Sie stellt das neue Programm und den neuen Unternehmensauftritt vor. Begleitet wird sie von Jan Schulte-Kellinghaus, der seit Mitte März Programmdirektor des RBB ist.

Ein Sender, sagt Patricia Schlesinger, müsse wie ein Freund sein. Er solle unterhaltsam sein, aber man müsse auch mit ihm über Probleme sprechen können. Damit Berliner und Brandenburger den RBB stärker ins Herz schließen, wird insbesondere das Abendprogramm, seit Jahren die Problemzone des Senders, reformiert. Die neue Führung entsorgt Wiederholungen und ersetzt sie durch Eigenproduktionen. "Zwischen 20.15 Uhr bis zu den Spätnachrichten wollen wir ein maßgeschneidertes Programm anbieten", sagt Jan Schulte-Kellinghaus.

Finanziert werden die neuen Sendungen wie das Magazin "Erlebnis Geschichte", das Verbrauchermagazin "Marktplatz", die "Abendshow" und die tägliche Sportberichterstattung zum einen durch die Einstellung von "rbb um 4", "Sportplatz" am Sonntag und den Sendungen mit Max Moor. Hier seien zwischen sechs und sieben Millionen Euro eingespart worden. Zum anderen habe man zwischen drei bis vier Millionen Euro mehr ...

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