Berlin-Mitte: Schinkels Bauakademie wird wieder aufgebaut

Attrappen-Modell des Gebäudes der Bauakademie am Schinkelplatz in Mitte

Die Vorschläge reichen von Dauer- bis Wechselausstellung, von Zeit-Wohnungen für Stadtforscher bis zu Veranstaltungsräumen für zahlungskräftige Unternehmen, die sich mit einem prominent gelegenen Show-Room präsentieren wollen: In der Nationalen Bauakademie Berlin, die mit rund 6800 Quadratmetern Nutzfläche nahe dem Humboldt Forum wiederentstehen soll, ist reichlich Platz für Ideen. Die Finanzierung hat der Bund gesichert, sogar ein Baubeginn 2020/21 wurde bereits skizziert. Völlig offen dagegen ist, was hineinkommt. Dies wird vom nächsten Monat an ein sogenannter Programmwettbewerb klären, den Florian Pronold (SPD), Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesbauministerium, am Mittwoch vorstellte.

Noch befindet sich an der Stelle eine 2004 errichtete Schaufassade. Das Projekt des Vereins Interna­tionale Bauakademie Berlin e. V. zeigt, wie der markant rote, monumentale Rohziegelbau einst aussah – und im neuen Berlin wirken würde.

Bei einem Bombenangriff 1945 ausgebrannt

Die Bauakademie war nach einem Entwurf des königlich-preußischen Hofbaumeisters Karl Friedrich Schinkel von 1832 bis 1836 auf dem Gelände des ehemaligen Packhofs errichtet worden. Sie vervollständigte an dieser Stelle seine Vision von Berlin, zu der Neue Wache, Altes Museum, Schlossbrücke und Friedrichswerdersche Kirche gehörten. Nach einem Bombenangriff 1945 brannte das Gebäude aus. 1962 wurde es abgerissen. An seiner Stelle stand bis 1996 der zuletzt leerstehende Hochhausriegel des DDR-...

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