Kultur in der Sackgasse: Fest in Weiß mit Bauchtanz und Lasershow

Das von Bürgern organisierte Rheinbogenfest feiert 15. Geburtstag.

„Tanzen macht glücklich, schön und schlau“ – das ist das Motto der Frauen und Mädchen, die in der Tanzschule von Susan Nabila orientalischen Tanz trainieren. Und dass die Frauen und Mädchen selbst und auch die Zuschauer viel Spaß am ausdrucksstarken Hüftschwung haben, wurde offensichtlich bei ihren Aufführungen bei„Kultur in der Sackgasse“.

Viel Programm zum 15. Geburtstag

Keine Nullachtfünfzehn-Shows hatte das 15-köpfige Organisationsteam des Rheinbogenfests auf die Bühne am Kirmesplatz an der Weißer Hauptstraße geholt, sondern sich diesmal besonders viele Gedanken im Vorfeld gemacht. Schließlich feierte „Kultur in der Sackgasse“ (K.i.d.s) den 15. Geburtstag.

Mit dabei war zum Beispiel die kölsch-arabische Musikformation „Haleb Colonia“ mit ihrer Sängerin Susan Bagdach, die eigentlich Christina Eckes heißt. Im Rahmen eines arabisch-kölschen Freundschaftsprojektes ist die Gruppe bereits im Sommer 2013 entstanden.

Sehr gut angenommen wurde offenbar auch die „Groovy-Dance-Night“, die erstmals beim Rheinbogenfest stattfand. „Nach der Band »Fleetwood Rocks« sind wir am späten Samstagabend vom Kirmesplatz auf den Hof bei Kaiser Skulpturen ganz friedlich umgezogen“, sagte Jürgen Pfeifer vom Organisationsteam. Mit „wir“ meinte er rund 250 Gäste, von denen einige bis vier Uhr morgens getanzt hätten.

Insgesamt zeigten sich Jürgen Pfeiffer und auch Ralf Perey, der Vorsitzende des Vereins „K.i.d.s“, sehr zufrieden mit der Veranstaltung und dem Besucherandrang in diesem Jubiläumsjahr.

In der kleinen Kapelle in Weiß präsentierte die Fotografin Ulrike Fackert ihre aktuelle Ausstellung „Ausgefallen“. Sie hat Frauen mit der Diagnose Krebs getroffen und durfte sie fotografieren. Entstanden sind bewegende Bilder, die Geschichten erzählen – hoffnungsvolle bis verzweifelte Geschichten. Die Kapelle bot den angemessenen Rahmen für ein paar nachdenkliche Minuten.

Der optische Höhepunkt fand bereits am Freitagabend statt – es war die spektakuläre Licht- und Lasershow in der Kirche St. Georg. Bunte und auf die Musik abgestimmte Lichtfontänen schwirrten durch das hohe Gotteshaus. Eine sinnliche Atmosphäre breitete sich aus, vor allem als der Chor „O-Ton-Süd“ die Stimmen erhob.

Der Organist Ben Köster entlockte der Orgel anspruchsvolle Klänge, die sich im künstlichen Nebel fast mystisch anhörten. Holger Conrad von der Firma KMC war für die Licht- und Lasershow verantwortlich. „Die haben wir uns zum Geburtstag gegönnt“, sagte Jürgen Pfeifer.

Mehr Kultur für Weiß

„Kultur in der Sackgasse“ ist vor 15 Jahren von den Weißer Bürgern Hans Bott und Rudi Krapohl ins Leben gerufen worden und findet in einer Sackgasse am Ende der Weißer Hauptstraße statt.

Die Absicht dahinter war, wieder mehr Kultur nach Weiß zu holen, nachdem die früheren „Ruhrfestspiele“ an der Straße „Auf der Ruhr“ im Sande verlaufen waren. Als sich Hans Bott später zurückzog, kam Ralf Perey dazu und übernahm die Organisation. „K.i.d.s“ ist inzwischen ein Verein geworden. Überwiegend wirken lokale Künstlerinnen und Künstler aus dem Kölner Süden mit an dem ausschließlich von Bürgern veranstalteten Fest.

Auch das musikalische Programm hebt sich ab vom Einerlei anderer Straßenfeste: So gab es zum Finale diese Jahr einen furiosen Auftritt von Kozmic Blue. Die Band um Sängerin Maggie Mackenthun sowie die Sagemüllers Gerhard und Justus hatten zur Verstärkung Mathias Keul am Piano dabei und glänzte mit eigenen Songs sowie tollen Janis-Joplin-Cover-Songs. Kosmisch....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta