Weltstars wie Jimmy Page traten mit Gitarren von Gibson auf. Doch nun kämpft der Musikinstrumente-Hersteller um seine Existenz.


Gibson ist einer der ältesten und vor allem bekanntesten Zupfinstrumente-Hersteller der Welt: Mit seinen Gitarren erspielten sich bereits Jimmy Page von Led Zeppelin oder Keith Richards von den Rolling Stones weltweiten Ruhm. Doch mittlerweile hat die Musikrichtung Rock ausgedient – und ebenso die Musikinstrumente des einstigen Branchenriesen.

Das Unternehmen aus Nashville steht vor dem existenziellen Abgrund: Der Gitarrenproduzent soll einem Bericht der „Nashville Post“ zufolge Schulden in Höhe von einer halben Milliarde US-Dollar angehäuft haben.

Konkret soll es sich dabei um ein 375 Millionen Dollar schweres Aktiendarlehen sowie um ein Bankdarlehen handeln, die in Kürze fällig würden. Erst 2014 hatte Gibson die Unterhaltungssparte des niederländischen Unternehmens Philips für 135 Millionen Dollar gekauft.


Das Überleben des Kultunternehmens soll ein neuer Finanzchef sichern. Die Investmentbank Jeffries Group LLC stellt mit Gibson einen Refinanzierungsplan auf. Eine Gruppe von Anleihegläubigern – die namentlich nicht genannt werden wollen – ist allerdings der Ansicht, dass eine Refinanzierung nicht ausreicht, um einen Bankrott abzuwenden. Sie drängen auf eine Umstrukturierung: Die Gläubiger wollen in Besitz von Gibson kommen – und die Führungsriege rund um Chef Henry Juszkiewicz austauschen.