Kubicki rechnet fest mit FDP-Einzug in den Bundestag

FDP-Vize Wolfgang Kubicki rechnet fest mit dem Einzug seiner Partei in den Bundestag: Im Interview mit "Spiegel Online" sagte der schleswig-holsteinische Politiker, dass er "nach einer Zwei- bis Drei-Zimmerwohnung" in der Hauptstadt suchen wolle

FDP-Vize Wolfgang Kubicki rechnet fest mit dem Einzug seiner Partei in den Bundestag: Im Interview mit "Spiegel Online" sagte der schleswig-holsteinische Politiker, dass er "nach einer Zwei- bis Drei-Zimmerwohnung" in der Hauptstadt suchen wolle. "Am liebsten wäre mir Berlin-Mitte."

Auch organisatorische Fragen für den Aufbau einer neuen Bundestagsfraktion treiben Kubicki bereits um. Hierfür müsse die FDP wohl "400 bis 500 Mitarbeiter" gewinnen. "Es kann immer was passieren ? große Katastrophen, ein Anschlag ? was Auswirkungen auf den Wahlkampf haben kann", sagte der Parteivize. "Aber so wie die Dinge liegen, wird die FDP in den Bundestag kommen."

Bei der Bundestagswahl 2013 war die FDP erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert. Nach einer Reihe von Wahlerfolgen in den Ländern hoffen die Liberalen mit Parteichef Christian Lindner an der Spitze auf ein Comeback im Bund. Meinungsforscher sahen die Partei zuletzt bei acht bis neun Prozent.

Ziel bei der Wahl am 24. September sei, drittstärkste Kraft vor den Grünen und den Linken zu werden, sagte Kubicki. Auch eine Regierungsbeteiligung könne er sich vorstellen: "Wir sind keine Protestpartei, die FDP ist eine Gestaltungspartei. Die FDP muss den Anspruch haben, Regierungsverantwortung zu übernehmen."