Kubicki macht Merkel für Scheitern der Jamaika-Sondierungen verantwortlich

FDP-Vize Kubicki kritisiert Merkel

FDP-Vize Wolfgang Kubicki hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für das Scheitern der Jamaika-Sondierungen verantwortlich gemacht. Merkel sei es nie darum gegangen, Jamaika hinzubekommen, sagte Kubicki den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Sie hat daran gebastelt, die Fortsetzung der großen Koalition zu erreichen. Das ist ihr gelungen." Die SPD sei heute genau da, wo Merkel sie haben wolle, sagte Kubicki weiter. Die Chance für eine Neuauflage von Schwarz-Rot liege "bei 80 Prozent".

Die Union rief der FDP-Politiker zur personellen Erneuerung auf. Es sei nicht seine Aufgabe zu sagen, Merkel müsse weg, sagte er. Die Union müsse selbst wissen, wie sie aus "dem Jammertal der knapp 30 Prozent" herauskommen wolle.

Es gebe aber in der CDU eine ganze Reihe guter Leute, die für die Erneuerung stünden, sagte Kubicki weiter. Er nannte namentlich das CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn und den schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Daniel Günther. Mit Merkels "Rezepten der letzten zwölf Jahre" werde Deutschland in Zukunft nicht bestehen können, bekräftigte er.