Kuba erinnert an Tod von Fidel Castro vor einem Jahr

eitgehend im Stillen hat Kuba am Samstag des Todes von Revolutionsführer Fidel Castro vor einem Jahr gedacht. Vor der Universität in der Hauptstadt Havanna fand am Abend eine von der kommunistischen Jugend organisierte Gedenkzeremonie statt

Weitgehend im Stillen hat Kuba am Samstag des Todes von Revolutionsführer Fidel Castro vor einem Jahr gedacht. Vor der Universität in der Hauptstadt Havanna fand am Abend eine von der kommunistischen Jugend organisierte Gedenkzeremonie statt, an der ranghohe Vertreter von Partei und Regierung teilnahmen. Staatschef Raúl Castro erschien dort, anders als erwartet, nicht.

Bereits eine Woche vor dem Todestag hatte eine Reihe von "politischen und kulturellen" Veranstaltungen begonnen, mit denen an den Tod des langjährigen Staatschefs erinnert wurde. Auf Mauern und Schildern in den Straßen waren vermehrt Sprüche wie "Es lebe Fidel" oder "Wir sind Fidel" zu lesen. Radio und Fernsehen spielten immer wieder eine beliebte Hymne auf den Revolutionsführer. Aber allgemein ging das Leben in Kuba seinen gewohnten Gang.

Castro war am am 25. November 2016 im Alter von 90 Jahren gestorben. Wegen gesundheitlicher Beschwerden hatte er 2006 die Amtsgeschäfte an seinen jüngeren Brüder Raúl übergeben. Dieser will sich selbst in absehbarer Zeit zurückziehen und Platz für einen Präsidenten aus einer jüngeren Generation machen. Ende Februar wird ein Nachfolger gewählt. Seinen Posten als Parteichef will Castro aber bis zum nächsten Parteitag 2021 behalten - dann wird auch er 90 Jahre alt sein.