KTM arbeitet an neuem Bike für 2021: "Müssen über den Winter Gas geben"

Gerald Dirnbeck
·Lesedauer: 2 Min.

Durch die Siege von Brad Binder in Brünn und von Miguel Oliveira in Spielberg hat KTM die Konzessionsvorteile verloren. Ab der Saison 2021 ist man vom Reglement mit Honda, Yamaha, Suzuki und Ducati gleichgestellt. In der Motorsportabteilung im oberösterreichischen Munderfing wird für die neuen Rahmenbedingungen geplant.

"Die Arbeit hört nie auf, wir kümmern uns um jeden Bereich", sagt KTM-Technikdirektor Sebastian Risse. "Es ist jetzt eine interessante Phase, denn wir haben die Konzessionsvorteile verloren. Es ist eine neue Herausforderung für das nächste Jahr."

"Das bedeutet, dass wir jetzt über den Winter noch einmal Gas geben müssen. Es sind nicht nur die technischen Regeln, die sich für uns ändern, sondern die Herangehensweise, wie wir mit dem Testteam arbeiten."

Schwerpunkt liegt am Motorrad für nächstes Jahr

"Wir konnten bisher viel mit unseren Rennfahrern testen. Das geht in Zukunft nicht mehr. Wenn wir im nächsten Jahr etwas verwenden wollen, müssen wir das in diesem Winter testen. Darauf legen wir momentan den Schwerpunkt."

Da sich KTM in der Übergangsphase befindet, darf am Motor für das nächste Jahr gearbeitet werden. Honda, Yamaha, Suzuki und Ducati müssen mit der derzeitigen Motorspezifikation auch das komplette nächste Jahr bestreiten. Der KTM-Motor wird dann Anfang 2021 eingefroren.

Technikdirektor Sebastian Risse arbeitet am Motorrad für 2021

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Technikdirektor Sebastian Risse arbeitet am Motorrad für 2021LAT

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Auch bei den Fahrern gibt es im nächsten Jahr eine Veränderung. Pol Espargaro wechselt zu Honda. Er ist seit 2017 bei KTM und kennt das Projekt bestens. Mit Oliveira, Binder und Lecuona setzt KTM auf junge Fahrer.

Sollte es einen normalen Rennkalender geben, wären für Binder und Lecuona einige Strecken mit dem MotoGP-Bike neu. Dazu stößt Danilo Petrucci von Ducati. "Wir bekommen Danilo dazu, der Erfahrung hat, aber nicht mit unserem Motorrad", sagt Risse über die veränderte Aufstellung.

"Natürlich ist es eine Herausforderung. Wir müssen diese Situation managen. Unsere Fahrer entwickeln sich sehr gut. Natürlich wird es nicht genauso sein wie jetzt, denn ein Fahrer hat mehr Erfahrung. Aber wir haben viele gute Fahrer und werden die Arbeit so aufteilen, dass wir es auch im nächsten Jahr gut machen."

Mit Bildmaterial von MotoGP.com.