Kryptowährungen: Ethereum-Erfinder Buterin mahnt zur Vorsicht

Vitalik Buterin mahnt mit einem Tweet zur Vorsicht beim Kauf von Kryptowährungen. (Bild: Getty Images)

Das Auf und Ab der Kurse digitaler Währungen stellt viele Investoren vor die Frage, ob sie Bitcoin, Ethereum, Ripple & Co. behalten, verkaufen oder sogar aufstocken sollen. Für alle Unentschlossenen hat der Erfinder der Kryptowährung Ethereum zumindest einen Rat.

Vitalik Buterin weiß, wovon er spricht. Das heute 24-jährige Mathe-Genie war gerade 19, als es 2013 die Kryptowährung Ethereum erfand, um das Bezahlsystem des von ihm geliebten Online-Rollenspiels „World of Warcraft“ zu vereinfachen. Seitdem hat sich viel getan auf dem Markt für digitale Währungen, auf dem Etherum mit seinen rund 90 Milliarden Dollar die Nummer zwei in puncto Marktkapitalisierung ist.

Umso bemerkenswerter ist der Tweet, den der russisch-kanadische Buterin am 17. Februar absetzte. Darin schreibt der Computer-Spezialist: „Zur Erinnerung: Krypto-Währungen sind immer noch eine neue und hoch-volatile Asset-Klasse, die jederzeit auf Null fallen kann.”


Sein Rat an alle Anleger: „Stecken Sie nicht mehr Geld hinein, als Sie bei einem Verlust verkraften können.“ Wer seine Ersparnisse sicher anlegen wolle, sei mit traditionellen Geldanlagen besser beraten.

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16.000 Faves bekam der ehrliche Tweet des Mannes, der sich und seinem digitalen Bankkonto offensichtlich gar nichts mehr beweisen muss. Wobei es im Moment gerade tatsächlich wieder besser aussieht für die Kryptowährungen, die mit Kursgewinnen in die neue Handelswoche gestartet sind. Ethereum etwa legte bis Montagmittag um fast drei Prozent zu.

Aktuell erholen sich die Kurse, die Anfang des Jahres noch Herzrasen bei den Anlegern ausgelöst haben. Erst vor wenigen Wochen war die wichtigste digitale Währung Bitcoin um 60 Prozent eingebrochen, der rapide Kurssturz stand exemplarisch für viele Kryptowährungen.

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Mit einem aktuellen Wert von fast 11.000 Dollar ist der Bitcoin seitdem zwar wieder deutlich gestiegen – doch der tiefe Fall von 19.000 Dollar in der Spitze plus den Bemühungen einiger Länder, Bitcoin & Co. künftig regulieren zu wollen, bieten nicht gerade Anlass zu großer Euphorie.

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