Die Krypto-Revolution: Warum ausgerechnet Bitcoins Putin gefährlich werden könnten

Christoph Damm
Alexei Nawalny

Alexei Nawalny gilt als Galionsfigur der russischen Opposition. Mit einer Haftstrafe von 30 Tagen stand er im Juni im Fokus der Öffentlichkeit, weil er laut einem russischen Gericht mehrfach gegen das Versammlungsrecht verstoßen haben soll. Bereits im März war er zu 15 Tagen Haft verurteilt. 

Wegen Unterschlagung wurde er zudem im Februar zu einer Haftstrafe von fünf Jahren zur Bewährung verurteilt. Dadurch habe er kein Recht, bei der Präsidentschaftswahl im nächsten Jahr anzutreten. Nawalny selbst hingegen behauptet, dass er nur verurteilt wurde, um ihm die Chance auf die Präsidentschaft zu nehmen. 

Russlands Opposition setzt auf Bitcoin

Es ist diese Vorgeschichte, die man kennen muss, um noch besser zu verstehen, warum ein weiterer Schritt Nawalnys zur Besorgnis von Wladimir Putin beiträgt. Denn die Behörden in Russland scheinen es dem Herausforderer schwer machen zu wollen: Angeblich werden in Russland teilweise die Konten der Opposition gesperrt, weshalb es schwierig ist, Spenden zu erhalten.

Doch dafür hat Nawalny einen Ausweg gefunden. Er erhält Spenden via Bitcoins, womit er solche Sperren von Bankkonten umgehen kann. „Unsere Kampagne ist per Crowdfunding finanziert“, sagt Leonid Volkov, ein Mitarbeiter von Alexei Nawalny dem Digital-Magazin t3n.de. Insgesamt seien umgerechnet 1,3 Millionen Euro auf diesem Weg zusammengekommen, davon rund 15 Prozent via Bitcoin. Eine Summe, die die Opposition selbst überrascht habe.

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