Krypto-Boom: ICO-Volumen steigt auf drei Milliarden Dollar

Nikolas Kessler
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ICOs: Europäische Börsenaufsicht warnt vor Totalverlust

Allerspätestens seit der Bitcoin in der Vorwoche knapp unterhalb der 6.000-Dollar-Marke ein neues Allzeithoch markiert hat, dürften die Kryptowährung den meisten Anlegern ein Begriff sein. Daneben gibt es aber noch über 1.000 weitere Kryptocoins – und beinahe täglich kommen neue dazu.

Initial Coin Offerings (ICOs) oder Token Sales sind der große Trend, wenn es um die Finanzierung von Start-ups oder Projekten mit Bezug zur Blockchain-Technologie geht. Elemente des Crowdfundings werden dabei mit denen eines Börsengangs kombiniert: Investoren stellen Kapital zur Verfügung und erhalten im Gegenzug sogenannte Token. Diese sind eine Art digitaler Gutschein, der in der Regel die Nutzung des jeweiligen Produkts oder der Dienstleistung ermöglicht und an Kryptobörsen gehandelt werden können.

Nach Berechnungen der Plattform Coinschedule wurden alleine im laufenden Jahr bereits 201 ICOs durchgeführt und dabei insgesamt rund drei Milliarden Dollar eingesammelt. Zum Vergleich: Im gesamten Vorjahr waren es bei 46 ICOs nur rund 96 Millionen Dollar.

Quelle: https://www.coinschedule.com/stats.php

Besonders erfolgreich war dabei der Token Sale von Filecoin, bei dem 257 Millionen Dollar zusammengekommen sind. Auf Platz 2 und 3 folgen Tezos (232,3 Millionen Dollar) und EOS (185 Millionen Dollar).

Auf der Infrastruktur hat Priorität

Aufgeschlüsselt nach Branchen oder Kategorien machen Projekte mit Bezug zur Infrastruktur bisher fast 40 Prozent aller ICOs aus. Auf Platz 2 kommen mit rund 14 Prozent Projekte zu den Themen Trading & Investing, gefolgt vom Bereich Finance mit rund zehn Prozent.

 

 

Quelle: https://www.coinschedule.com/stats.php

Als erstes deutsches Start-up führt derzeit Wysker mit Sitz in Berlin ein ICO durch. Dabei sollen bis zu 25 Millionen Dollar zur Finanzierung der gleichnamigen Shopping-Plattform eingeworben werden.