Kroos gesteht kurioses "Problem" mit Flick

SPORT1
·Lesedauer: 3 Min.

Toni Kroos ist bekannt für seine klaren Worte.

Vor allem in seinem Podcast Einfach mal Luppen, den er mit seinem Bruder Felix betreibt, scheut er sich nicht, konkret Stellung zu beziehen.

In der neuesten Folge haben sich die Kroos-Brüder mit der Wahl zum Weltfußballer auseinandergesetzt - ein Preis, dem Felix Kroos nicht viel abgewinnen kann. "So richtig interessieren tut mich das ehrlich gesagt nicht."

Allein schon die Platzierung Lionel Messis unter den besten kann er nicht nachvollziehen: "Messi gehört für mich nicht in die Top 3, weil ich finde, dass er dieses Jahr nicht die Leistung gebracht hat."

Ungeachtet dessen hat sich mit Robert Lewandwoski seiner Meinung nach aber der beste Spieler durchgesetzt. "Lewandowski hat es absolut verdient", stellte er klar und konnte auch die Nominierung von Cristiano Ronaldo verstehen. Messi jedoch habe zwar die Qualität für diese Auszeichnung, im vergangenen Jahr aber nicht die Leistung dafür gezeigt.

Geht es nach Toni Kroos, hätte der eine oder andere Bayernspieler noch weiter oben im Ranking auftauchen müssen.

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Speziell Joshua Kimmich hätte es in seinen Augen "schon verdient gehabt unter den Top 3 zu sein, weil er ein absoluter Leistungsträger war." Aber auch aus seinem eigenen Teams hätte er mit Sergio Ramos noch einen weiteren Kandidaten für die Top 3 gehabt. (Alles zu La Liga)

Kroos: Nicht-Stürmer bei der Weltfußballer-Wahl benachteiligt

"Er hat ein überragendes Jahr gespielt mit seinen 34 Jahren", begründete er seine Meinung, wies aber zugleich auch auf ein Problem bei der Wahl hin: "Wenn du so viel gewinnst, finde ich es auch mal schön für die ganze Zunft von Nicht-Stürmern, dass da nicht auch nur Stürmer sind, sondern dass es allgemein ein bisschen darum geht, was auch sonst noch wichtig ist auf dem Platz. Dazu gehören auch Verteidiger und Mittelfeldspieler."

Allerdings glaubt er nicht wirklich daran, dass sich daran in absehbarer Zukunft etwas ändern wird. "Für Verteidiger und Mittelfeldspieler ist es einfach schwer, in diese Auswahl zu kommen, weil halt keiner 40 Tore schießt."

Das größte Problem habe er aber bei diesem Preis damit, dass er dem Geist des Fußballs widerspreche. Er sei "auf diese Einzelauszeichnung nicht so scharf. Ich sehe das im Fußball als echt schwierig an mit Einzelauszeichnungen, weil es ein Teamsport ist."

Trainer-Wahl interessiert Kroos nicht

Auch das Duell zwischen Jürgen Klopp und Hansi Flick bei der Wahl zum Welttrainer habe ihn ziemlich kalt gelassen. "Natürlich sind beide gute Trainer, aber anhand der Erfolge - man sieht ja, dass Kloppo auch überrascht war - war das schon überraschend. Das hat man bei beiden gesehen. Im Endeffekt ist es aber auch nicht ganz so wichtig."

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An seinem Bild, das er vom Bayern-Trainer hat, habe diese Wahl nichts geändert. "Hansi Flick ist für mich einer der Menschen des Jahres 2020", zollte er dem ehemaligen Co-Trainer in der Nationalmannschaft großes Lob. Denn immerhin habe dieser aus den Bayern nicht "nur einfach einen Triple-Sieger gemacht, sondern eine Mannschaft - wenn man jetzt vielleicht mal die letzten ein, zwei Monate weglässt - die wirklich über jede Mannschaft hinweg gefegt ist und selten weniger als vier Tore geschossen hat."

Kroos: "Einmal ein Problem mit Flick bei der Natinalmannschaft"

Doch bei all diesem Erfolg sei Flick immer ein angenehmer Mensch ohne Starallüren geblieben, was ihm Kroos hoch anrechnet. "Hansi ist ein wunderbarer Mensch, der ungern im Mittelpunkt ist. In meinen Augen hat er es einfach verdient, so wie es läuft."

Dennoch hat auch der Mittelfeld-Star von Real Madrid schon seine Probleme mit ihm gehabt.

Ausgerechnet beim größten gemeinsamen Erfolg - dem Titel bei der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien - habe es mit Flick immer wieder Reibereien gegeben, wie er mit einem Augenzwinkern verriet: "Ich hatte nur einmal ein Problem mit ihm bei der Nationalmannschaft. Das war als er mich bei der WM 2014 mehrmals geweckt hat und zum Frühstück geschickt hat, weil ich das ja gerne weggelassen habe. Das fand ich auch nicht so witzig, aber in diesem Fall drücke ich die Augen zu."