Kritik wegen vieler Versäumnisse: NSU-Ausschuss legt Abschlussbericht vor

Die Aufarbeitung des Versagens im Fall der NSU dauert schon seit Jahren.

Nach jahrelanger Aufklärung des Ermittlungsdesasters im Fall der rechten Terrorzelle NSU beklagt auch der zweite Untersuchungsausschuss des Bundestags schwere Versäumnisse der Sicherheitsbehörden. Das Gremium beschloss am Donnerstag in Berlin seinen Abschlussbericht.

Kritik an Sorgfalt der Ermittler

In dem viele hundert Seiten starken Werk, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, kritisieren die Abgeordneten unter anderem, dass die Ermittler nicht ausreichend in verschiedene Richtungen geschaut hätten - mit Blick auf Unterstützer, größere Netzwerke, aber auch Bezüge zur organisierten Kriminalität.

Dem „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU) werden zwischen den Jahren 2000 und 2007 zehn Morde zur Last gelegt, an neun türkisch- und griechischstämmigen Männern und einer Polizistin. Die Sicherheitsbehörden waren der Bande jahrelang nicht auf die Spur gekommen. Die Gruppe flog erst Ende 2011 auf. Die mutmaßliche NSU-Terroristin und einzige Überlebende der drei bekannten Täter, Beate Zschäpe, steht seit 2013 in München vor Gericht - ebenso mehrere mutmaßliche Unterstützer der Zelle.

Ein erster Untersuchungsausschuss im Bundestag hatte die vielen Ermittlungsversäumnisse etwa anderthalb Jahre lang aufgearbeitet...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung