Spott und Kritik: Endlich eine Aufgabe für Jens Spahn?

Mit seiner Forderung nach mehr "Recht und Ordnung" in Deutschland hat Jens Spahn (CDU) Kritik und Spott provoziert. Im Interview mit der "Neuen Zürcher Zeitung" beklagte der neue deutsche Gesundheitsminister, dass der Staat nicht mehr willens oder in der Lage sei, Recht durchzusetzen.

FDP-Chef Christian Lindner schrieb auf Twitter:

Grüne und Linke warfen Spahn vor, seine eigentlichen Aufgaben zu vernachlässigen und sich zu vielen Themen zu Wort zu melden: "Man sollte dem Jens Spahn endlich eine Aufgabe geben, bei der es richtig viel zu tun gibt...Minister für Gesundheit und Pflege zum Beispiel. Macht gerade keiner", twitterte die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckhardt.

Der Parlamentarische Geschäftsführer der Linken im Bundestag Jan Korte schrieb auf Twitter: Vom Gesundheitsminister erwarte er, "dass er die Missstände in seinem Verantwortungsbereich anpackt und nicht täglich eine neue Sau durchs Dorf treibt oder sich als Grenzposten profiliert".

Auch dem Satiremagazin extra 3 diente der CDU-Politiker als Steilvorlage. Dort fragte man spöttisch: "Hat sich Jens Spahn heute schon zum Wetter geäußert? Oder zum HSV? Zu Heidi Klums neuem Freund vielleicht? Nein? Kommt noch."

Unterstützung bekam Spahn dagegen aus den eigenen Reihen: In Bundesländern, in denen die SPD regiere oder lange regiert habe, gebe es "erheblichen Nachholbedarf" bei der Polizei, sagte CDU-Innenpolitiker Stephan Harbarth.

Jens Spahn war wegen umstrittener Aussagen  zu Harzt IV und zur Pflege schon zuvor in die Kritik geraten. Auf Twitter geht die Diskussion weiter.