Kritik an Kriegstaktik: Selenskyj ist wütend auf Amnesty

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat einen Bericht von Amnesty International zu angeblichen Völkerrechtsverstößen seiner Streitkräfte entschieden zurückgewiesen. Er warf der Menschenrechtsorganisation vor, sie verlagere die Verantwortlichkeit vom Aggressor auf das Opfer.

"Es gibt keine Vorraussetzung, nicht einmal hypothetisch, unter der ein russischer Angriff auf die Ukraine gerechtfertigt wäre", sagte Selenskyj. "Wenn Sie solche manipulativen Berichte veröffentlichen, dann sind Sie mitverantwortlich für den Tod von Menschen."

Amnesty hielt der ukrainischen Armee in einem Bericht vor, dass sie häufig von Wohnhäusern, Schulen oder Krankenhäusern aus operiere und damit russisches Feuer auf diese zivilen Objekte herausfordere. Dies sei ein Verstoß gegen humanitäres Völkerrecht.

Die ukrainischen Verstöße rechtfertigten indes "in keiner Weise die vielen wahllosen Schläge des russischen Militärs mit zivilen Opfern", die Amnesty in den vergangenen Monaten dokumentiert habe.

Vergangene Woche war der russische Außenminister Sergej Lawrow durch mehrere afrikanische Staaten gereist und hatte um Unterstützung für Russland geworben.

Selenskyj wiederrum drängte Brüssel dazu, die Auszahlung von Finanzhilfen an die Ukraine zu beschleunigen. Von neun Milliarden Euro sei erst eine Milliarde ausgezahlt worden.

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