Kriminelle Wurstgeschäfte: Häftlinge müssen sich vor Gericht verantworten

Kriminelle Wurst-Geschäfte: Häftlinge wieder vor Gericht

Es ist wohl kein Geheimnis, dass in Gefängnissen mit illegalen Dingen gehandelt wird. Dass offenbar auch Wurst dazu gehört, dürfte hingegen neu sein. Doch nun stehen in Celle fünf Personen vor Gericht, weil sie Fleischwaren entwendet haben sollen. Konkret geht es um knapp 46 Kilo Fleisch.

Wie unter anderem "Süddeutsche.de" berichtet, sind vier der fünf Angeklagten in der JVA Celle untergebracht. Nun stehen sie erneut vor Gericht, weil sie angeblich Fleisch aus der Gefängnisküche abgezweigt haben. In der Anklage heißt es dem Bericht zufolge, dass die Beschuldigten im April und Mai 2016 30,9 Kilo Fleisch, 10,2 Kilo Bratwürste sowie 4,7 Kilo Mettenden geklaut haben sollen. Der ehemalige Leiter der Küche soll sie bei ihren Diebeszügen unterstützt haben und ist deswegen der Beihilfe angeklagt.

Bei den vier angeklagten Häftlingen handelt es sich übrigens um verurteilte Schwerverbrecher, die hohe Haftstrafen im Hochsicherheitstrakt absitzen. Darunter auch wegen Mordes. Wie hoch das Urteil für die mutmaßlichen Wurst-Diebe ausfallen wird, bleibt abzuwarten. Insgesamt sind drei Prozesstage im Oberlandesgericht Celle angesetzt.

Geht es nach der Verteidigung, ist der Prozess schnell beendet. Ein Verteidiger habe zumindest vorgeschlagen, die Angelegenheit möglichst rasch zu beenden, wie es weiter in dem Bericht heißt. Der Streitwert soll bei mutmaßlich 300 Euro liegen. Der Prozess sei aufgrund des hohen Aufwandes schon jetzt teurer.