Kriminalität : Drei mutmaßliche Drogendealer aus Kreuzberg vor Gericht

Die drei mutmaßlichen Drogenhändler wurden vor sechs Monaten festgenommen (Archivbild)

Drei mutmaßliche Drogendealer, die in Berlin-Kreuzberg im großen Stil mit Kokain und Heroin gehandelt haben sollen, müssen sich seit Montag vor dem Landgericht verantworten. Als Hauptangeklagter gilt ein 30-Jähriger. Er soll ein großes Netz an Lieferanten und Abnehmern aufgebaut haben. Zuletzt sollen er und die 25- und 29-jährigen Mitangeklagten als Bande agiert haben. Der erste Prozesstag endete nach Verlesung der Anklage.

Fahnder hatten die Angeklagten im Februar und März 2017 im Visier. In dieser Zeit sei es an 22 Tagen zu Drogengeschäften gekommen - laut Anklage mit bis zu 32 Verkäufen am Tag. Der 30-Jährige soll innerhalb von knapp vier Wochen fast 42 000 Euro erlangt haben.

Verschiedene Drogen sichergestellt

Kopf der Gruppierung sei der 30-Jährige gewesen, heißt es in der Anklage. "Er bediente das Konsumententelefon an sieben Tagen in der Woche von morgens bis abends, übergab jedoch nur in einzelnen Fällen die bestellten Betäubungsmittel selbst an die Abnehmer." Zudem habe er die Beteiligung der Mitangeklagten organisiert und koordiniert. Der 25-Jährige und der 29-Jährige hätten in einer Art Schichtsystem gearbeitet.

In zwei mutmaßlichen "Bunkerwohnungen" wurden bei der Festnahme der drei Männer vor sechs Monaten verschiedene Drogen sichergestellt. Ob sich die Angeklagten zu den Vorwürfen äußern werden, blieb zunächst offen. Die Verhandlung wird am 18. September fortgesetzt.

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