Kriminalität in Berlin: Drogen, Prostitution, Schutzgeld - Die Welt der Clans

Die Sonnenallee in Neukölln. Insider gehen davon aus, dass sich viele Häuser und Geschäfte dieser Straße im Besitz diverser Großfamilien befinden

Berlin. Es sind beunruhigende Szenarien, die derzeit über die Zukunft der Berliner Polizei beschrieben werden. Ausgelöst durch die seit zwei Wochen anhaltende Debatte über die Situation an der Polizeiakademie in Spandau geht es um nicht weniger als die im Raum stehende Gefahr einer Unterwanderung der Behörde durch Angehörige krimineller Gruppierungen, insbesondere polizeibekannter arabischer Großfamilien.

Wie ernst diese Bedrohung tatsächlich ist, dazu gibt es kaum konkrete Antworten. Offene Fragen dafür umso mehr. Derzeit habe seine Behörde keinerlei Erkenntnis über den Versuch einer Unterwanderung durch arabische Großfamilien, sagte Polizeipräsident Klaus Kandt am Mittwoch in der Sondersitzung des Innenausschusses. Seine Vertreterin Margarete Koppers räumte allerdings ein, es habe Bewerbungen relevanter Personen gegeben, die aber erfolglos geblieben seien.

Ob das bereits ein ernst zu nehmender Hinweis auf den Versuch einer Infiltration gewertet werden kann, bleibt offen. Jochen Sindberg, der Leiter der Polizeiakademie, äußerte bei einem Pressetermin in der vergangenen Woche, Clan-Mitglieder in die Ausbildung bei der Polizei zu bringen, sei doch ein "arg aufwendiges und zeitraubendes Verfahren". Bodo Pfalzgraf, Berliner Landesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) sieht hingegen eine ernsthafte Bedrohung.

Deutlich abgesenkte Einstellungsvoraussetzungen sind eine Gefahr

Für die Auffassung des Gewerkschaftlers spricht nach Ansicht vieler Experten, dass die deutlich herabge...

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