Kriminalgericht: Prozess um Missbrauch: "Das geschah doch nur aus Rache"

Zwei Fußballtrainer des BFC-Dynamo sollen Jungen gedemütigt und missbraucht haben. Sie bestreiten das vor Gericht.

Die Anschuldigungen wiegen schwer. Zwei ehrenamtliche Fußballtrainer des BFC Dynamo sollen elf- und zwölfjährige Jungen gedemütigt und missbraucht haben. Es gab große Empörung, als die Vorwürfe bekannt wurden. Beide Trainer mussten den Verein sofort verlassen und erhielten Stadionverbot. Seit Mittwoch sind sie Angeklagte vor einem Jugendschöffengericht verantworten. Sie bestreiten die Taten.

Die schwerwiegendste Fall soll sich am 4. Juli 2015 in einem Zimmer in einem Hotel in Rostock abgespielt haben. Die beiden Angeklagten waren damals mit der 2. D-Jugend bei einem Fußballturnier. In dem Hotelzimmer sollen sie Jungen gezwungen haben, bei dem Spiel "Wahrheit, Pflicht, Konsum" verschiedenste widerliche Handlungen auszuführen. Das reicht der Anklage zufolge vom Lecken am Achselhaar eines der Trainer, über das Reiben des Gesichts an einer getragenen Unterhose bis hin zu der Aufforderung, das Glied eines der Jungen in den Mund zu nehmen. Martin Steltner, Sprecher der Staatsanwaltschaft, spricht von Erniedrigungsritualen. Anschließend habe Abdi W. gedroht, jeden aus der Mannschaft auszuschließen, der von den merkwürdigen Spielen etwas erzähle.

Abdi W. * war damals Trainer der 2. D-Jugend. Der 26-Jährige sagte vor Gericht, dass er sich erinnern könne, dass "Wahrheit, Pflicht, Konsum" gespielt worden sei. Allerdings hätten weder er, noch sein ebenfalls angeklagter Co-Trainer Sascha L.* das Spiel initiiert.

Das Schlimmste war das Trinken von Toilettenwasser

"Mein Fehler war, dass ich di...

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