Kriminalgericht: 13-Jährige missbraucht - Milde Strafe für Lisas Ex-Freund

Ismet S. vor Gericht

Der ehemalige Freund der Russlanddeutschen Lisa aus Marzahn (Name geändert) wurde am Dienstag von einem Moabiter Jugend-Schöffengericht zu einem Jahr und neun Monaten Haft verurteilt, das Gericht setzte die Strafe zur Bewährung aus. Vorgeworfen wurden dem 24-jährigen Ismet S. schwerer sexueller Missbrauchs sowie der Herstellung von Kinderpornografie.

Der Prozess wurde zum Schutz der zur Tatzeit erst 13 Jahre alten Lisa unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführt. Lisa S., inzwischen 15 Jahre, war zum Prozess als Nebenklägerin erschienen. Wie zu erfahren war, hatte sich auch vor dem Schöffengericht bestätigt, dass es im Herbst 2015 in der in Kreuzberg gelegenen Wohnung des damals 22 Jahre alten Ismet S. und der Schülerin zu einvernehmlichen Sex gekommen war. Ismet S. hatte dabei mit seinem Handy Aufnahmen gefertigt. Er und das neun Jahre jüngere Mädchen sollen schon seit Dezember 2014 befreundet gewesen sein und sich über WhatsApp über Sexualpraktiken ausgetauscht haben. Ob Ismet S. wusste, dass Lisa damals erst 13 Jahre alt war, wurde nicht bekannt.

Herausgekommen war der sexuelle Missbrauch durch ganz andere Ermittlungen. Es ging um - vermeintliche - mehrfacher Vergewaltigungen: Lisa war 11. Januar 2016 verschwunden und erst am folgenden Tag wieder aufgetaucht. Sie behauptete damals, von drei unbekannten "Südländern" verschleppt, in einer Wohnung festgehalten und vergewaltigt worden zu sein. Die Ermittler fanden für dieses Szenario aber keine Anhaltspunkte. Anhand der Handy-Da...

Lesen Sie hier weiter!