Kriegsschiff abgepasst - Greenpeace-Protest gegen EU-Energiepolitik

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LA SPEZIA (dpa-AFX) - Umweltaktivisten von Greenpeace haben ein Kriegsschiff am Hafen der norditalienischen Stadt La Spezia abgepasst, um gegen die Energiepolitik Europas zu demonstrieren. "Verteidigt das Klima - nicht fossile Brennstoffe" stand auf einem Banner, das die Aktivisten aus Italien, Deutschland und Spanien am Mittwoch auf ihrem Schlauchboot hochhielten, als das italienische Marien-Schiff "Marceglia" vorbeifuhr. Greenpeace protestierte damit gegen die Finanzierung von Militärmissionen, die aus Westafrika kommende Transportschiffe mit fossilen Brennstoffen an Bord vor Piraten schützen.

"Europa verschwendet seine Ressourcen, um Öl und Gas und die Firmen, die besonders verantwortlich für die Befeuerung des Klimanotfalls sind, zu verteidigen", sagte Luca Iacoboni von Greenpeace Italy. Die Regierungen sollten das Geld lieber in erneuerbare Energien und Energieeffizienz stecken.

Europa importiert für seinen Energiebedarf einen Großteil an Rohstoffen aus dem Ausland. Die "Marceglia" war Anfang September im Zuge der Mission "Gabinia" an den Golf von Guinea in Westafrika aufgebrochen. Die Region ist laut Marine wichtig für die nationalen Interessen Italiens. Piraten bedrohten allerdings die Sicherheit in der Region. In Nigeria fördert und produziert unter anderem der italienische Energie-Riese Eni <IT0003132476> Erdöl und Gas.

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