Kriegsalltag in der Ukraine - im Krankenzug gen Westen

In der Ukraine hat ein Krankenzug der staatlichen Eisenbahn Ukrsalisnyzja und der Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" (Médecins Sans Frontières) in zwei Monaten mehr als 1.000 Patienten in Sicherheit gebracht.

Im Zug kommen die Patienten entweder in den Waggon für Intensivpflege oder in einen der drei Waggons für die reguläre Krankenhausversorgung. Der Zug erzeugt seinen eigenen Strom für den Betrieb der Ausrüstung und hat Sauerstoff an Bord. Vom Bahnhof Pokrowsk in Donezk werden die Verwundeten und Kranken in Regionen gebracht, in denen noch medizinische Versorgung möglich ist.

Albina Zharkova von “Ärzte ohne Grenzen”:

„Unser Zug kann vierzig Patienten gleichzeitig aufnehmen. Das ist sehr hilfreich, weil es keine andere Möglichkeit gibt, so viele Patienten auf einmal zu evakuieren.“

Die Geschichten der Opfer überraschen kaum noch jemanden - aber sie bleiben herzzerreißend, sagen die Ärzte. Wie die von dem Mann, der in seinem Gemüsegarten arbeitete, als eine Mörsergranate einschlug.

Ein Patient:

„Ich habe mich nur nach vorne gebeugt, dann gab es plötzlich eine Explosion. Staub blies mir ins Gesicht. Ich sah nach unten, meine Hände waren voller Blut. Überall tropfte Blut."

KREBSPATIENTEN

Auch chronisch kranke Patienten müssen aus den umkämpften Gebieten evakuiert werden

Ein Patient:

„Alle Krebsspezialisten sind weg aus Kramatorsk. Und das war es dann auch schon: Man findet keinen mehr, der medizinische Versorgung anbieten kann. Vor allem, wenn es um Krebs geht."

Der Zug fährt nach Lwiw/Lemberg im Westen der Ukraine.

Die Hoffnung fährt mit.

su mit NLNOS

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