Krieg in der Ukraine Tag 183: Nach Russlands Angriff auf Bahnhof Tschaplyne

Durch einen russischen Raketenangriff auf einen Bahnhof am Unabhängigkeitstag der Ukraine sind nach ukrainischen Angaben in der Region Dnipropetrowsk mindestens 22 Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt worden.

Vier Zugwaggons wurden getroffen - im Bahnhof von Tschaplyne - etwa 110 km westlich von Donezk.

Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor vor russischen Angriffen gewarnt, deshalb fanden zum Unabhängigkeitstag keine Großverantaltungen statt. Er zeichnete aber Soldaten für ihren Einsatz aus - mehrere Familien nahmen die Orden posthum für die Gefallenen entgegen.

In der Nacht auf Donnerstag untersrich Selenskyj auch erneut den Kampfeswillen der Nation: "Unsere Unabhängigkeit ist nicht zu Ende und wird niemals enden. Es wird unser 32. Unabhängigkeitstag kommen, und der 33. und alle folgenden, die Ukraine wird für immer bestehen. Und sie wird jeden Tag stärker werden. Und absolut alle in der Welt verstehen das - vom UN-Sicherheitsrat bis in alle Hauptstädte."

Im seit sechs Monaten währenden Krieg sind nach ukrainischen Angaben fast 9.000 eigene Soldaten gefallen. Laut UNO wurden in jeden Kriegsmonat etwa 1.000 Zivilpersonen getötet - darunter mindestens 632 Kinder. Die wahren Verluste liegen sicher viel höher.