Kreuzberg: Deshalb entfernten Jusos die AfD-Plakate am Jüdischen Museum

Diese Fotos haben die Jusos auf Facebook veröffentlicht, die Plakate wurden von ihnen verpixelt

Die Jusos Friedrichshain-Kreuzberg haben am Mittwochabend AfD-Plakate vor dem Jüdischen Museum in Kreuzberg abgehängt. Dies geschah nach Angaben des Verbandes "unter den Augen der Polizei und mit Werkzeug des Ordnungsamtes", wie es auf der Facebook-Seite der SPD-Jugendorganisation heißt. Auf dem einen Palakt ist eine schwangere Frau zu sehen, dazu der Spruch: "Neue Deutsche? Machen wir selber." Auf dem anderen sind zwei Frauen in Badekleidung abgebildet: "Burkas? Wir steh'n auf Bikinis."

Die Aktion sei in der Form eher zufällig gewesen, sagt ein Verbandssprecher der Berliner Morgenpost. Als sie mit einer Leiter ausgerüstet auf Plakatier-Tour gewesen seien, seien ihnen die Plakate vor dem Museum aufgefallen. Da der Bezirk das Anbringen von Wahlwerbung am Jüdischen Museum in der Lindenstraße 2013 untersagt hat, seien anwesende Polizisten darauf aufmerksam gemacht worden. "Ab drei Metern Höhe sei das erlaubt, wurde uns gesagt", erzählt der Sprecher, der lieber nicht namentlich genannt werden möchte. Eine Fehlinformation.

Aufgrund der Aussage der Beamten entschieden sich die jungen Sozialdemokraten, ein eigenes Plakat über der AfD-Werbung anzubringen, um dieses nicht unkommentiert zu lassen. In dem Moment sei allerdings das Ordnungsamt aufgetaucht, um die Plakate ordnungsgemäß zu entfernen. "Da wir wegen unseres Plakates schon auf der Leiter standen, war das ein Handgriff. Die Plakate wurden vom Ordnungsamt mitgenommen", sagt der Juso-Sprecher. Fotos auf d...

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