Kretzschmar nimmt DHB bei Frauenhandball in die Pflicht

SID
Europaliga im Handball: Kretzschmar kritisiert Reformpläne scharf

Der frühere deutsche Nationalspieler Stefan Kretzschmar fordert vom Deutschen Handballbund (DHB) mehr Engagement für die Frauen. "Wir brauchen jedes Kind. Also ist es wichtig, den Mädchen- und Frauen-Handball zu fördern, die Rolle der Frau im Handball aufzuwerten", sagte der 44-Jährige der Stuttgarter Zeitung und den Stuttgarter Nachrichten (Donnerstagausgabe).
Der Frauenhandball werde vom DHB "schon etwas stiefmütterlich behandelt". Man müsse "einen Hauptamtlichen finden, der sich rund um die Uhr um den Frauenhandball kümmert und dessen Interessen vertritt. Der Frauenhandball ist doch extrem attraktiv."
Die WM in Deutschland (1. bis 17. Dezember) sieht er als Chance. Damit sie auch genutzt werde, müsse die WM live im Fernsehen gezeigt und die Vermarktung verbessert werden. "Man kann doch mit der Optik arbeiten. Wir haben enorm viele hübsche Handball-Mädels. Da lässt sich zum Beispiel in Sachen Mode viel machen", sagte Kretzschmar: "Männerhandball ist athletisch, Frauenhandball ist sexy."
Derzeit ist noch nicht sicher, ob die WM-Spiele der Frauen in Deutschland übertragen werden. Rechte-Inhaber ist wie bei den Männern der Sender beIn Sports aus Katar. Die vergangene Männer-WM im Januar in Frankreich war bereits nicht im nationalen TV zu sehen. Die Spiele der Nationalmannschaft sowie ausgewählte weitere Partien wurden im Internet auf der Homepage des Sponsors DKB übertragen.
Rechteinhaber beIN Sports hatte sich aus unterschiedlichen Gründen weder mit ARD/ZDF, noch mit einem Privat- oder Pay-TV-Sender auf einen Deal einigen können.