Kreml bestreitet Verwechslung von Videos durch Putin

Wladimir Putin

Der Kreml ist am Mittwoch Medienberichten entgegen getreten, wonach der russische Präsident Wladimir Putin ein Video mit US-Luftangriffen in Afghanistan mit russischen Bombardements in Syrien verwechselte. Im derzeit im Fernsehen in Russland und den USA ausgestrahlten Dokumentarfilm des US-Regisseurs Oliver Stone über Putin zeigt dieser ein Video auf einem Smartphone. Er gibt dazu ausführliche Kommentare über russische Angriffe auf "internationale Banditen" ab.

Im Putin-kritischen russischsprachigen Nachrichtenportal Medusa hieß es dagegen, das Video aus dem Jahr 2009 zeige die US-Luftwaffe bei Angriffen auf die afghanischen Taliban. Die Aufnahmen stammten demnach von der US-Internetseite military.com.

Das wollte der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow nicht einfach auf sich sitzen lassen. Er könne bestätigen, dass das Material vom russischen Verteidigungsministerium stamme, sagte er vor Journalisten. "Der Verteidigungsminister hat es dem Präsidenten gegeben", fügte er hinzu. Berichte, die anderes behaupteten, seien "falsch und unangemessen".

Möglicherweise stammt das Video auch von der YouTube-Plattform, auf der es mehr als 75.000 Mal angeklickt wurde. Auf der russischsprachigen Tonspur heißt es, die Bilder zeigten Luftangriffe in Syrien. Doch der Militärexperte Andrej Pajusow sagte der Nachrichtenwebsite RBK, zu sehen seien in Wirklichkeit Apache-Kampfhubschrauber der USA in Afghanistan.