Kreise: Hochtief-Rivale arbeitet an höherem Angebot für Straßenbetreiber Abertis

dpa-AFX

ROM (dpa-AFX) - Im milliardenschweren Bieterkampf um den spanischen Mautstraßenbetreiber Abertis könnte der Hochtief-Gegenspieler Atlantia bald Ernst mit einem höheren Angebot machen. Atlantia arbeite an einer aufgestockten Offerte, bei der die Anleger auch keine Aktien mehr als Bezahlung akzeptieren müssten, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Montag unter Berufung auf eingeweihte Personen.

Die neue Offerte würde demnach die von Hochtief gebotenen 18,6 Milliarden Euro in bar und Aktien übertreffen. Über die genaue Summe sei allerdings noch nicht entschieden. Banken stünden jedoch zur Finanzierung eines Angebots von mehr als 20 Milliarden Euro bereit, hieß es. Atlantia-Chef Giovanni Castellucci hatte bereits im November vergangenen Jahres gesagt, es gebe "noch Luft" bei der Offerte.

Die Übernahme von Abertis ist ein Politikum in Spanien. Es geht letztlich um die Frage, aus welchem Land heraus der spanische Mautstraßenbetreiber kontrolliert wird. Hinter Hochtief steckt der spanische Baukonzern ACS , der die Mehrheit an den Deutschen hält. Hinter Atlantia - selbst Betreiber von Mautstraßen - steht die italienische Modedynastie Benetton. Sprecher der genannten Unternehmen lehnten gegenüber Bloomberg einen Kommentar ab.