Kreise: Vor Agrarministertreffen: Union warnt vor einseitigen Beschränkungen

BERLIN (dpa-AFX) - Vor der Agrarministerkonferenz in dieser Woche hat die Unionsfraktion im Bundestag davor gewarnt, Bauern zu viele Lasten aufzubürden. "Einseitige Ein- und Beschränkungen zu Lasten der Landwirtinnen und Landwirte müssen vermieden werden", heißt es in einem Positionspapier, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Landwirte seien in erster Linie Unternehmer, die im Wettbewerb stehen - egal, ob sie konventionelle oder ökologische Produkte erzeugten, sagte der agrarpolitischen Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Albert Stegemann. "Die Politik muss ihrerseits aufgeschlossen sein für Innovationen wie neue Züchtungsmethoden. Sie sollte keine pauschalen Verbote erteilen, etwa für Pflanzenschutzmittel." Die Agrarpolitik der Ampel-Koalition nannte Stegemann "lebensfremd".

In dem entsprechenden Papier fordern die Agrarpolitiker der Fraktion darüber hinaus etwa, dass noch im Herbst 2022 ein "tragfähiger Finanzierungsvorschlag" zum Umbau der Nutztierhaltung vorgelegt wird. In Bezug auf die hohen Energiepreise fordert die Union eine Strategie zur langfristigen Sicherung von notwendigen Betriebsmitteln und bezahlbaren Energiepreisen.

Am Donnerstag und Freitag treffen sich die Agrarminister von Bund und Ländern zu ihrer Herbstkonferenz in Quedlinburg in Sachsen-Anhalt. Vorgeschaltet sind am Mittwoch Beratungen der Amtschefs der Häuser. Auf der Tagesordnung stehen 40 Punkte. Neben dem übergeordneten Thema zu den Auswirkungen und Folgen des Ukraine-Kriegs wollen die Minister etwa über den Umbau der Nutztierhaltung sprechen.