Kreditech-Gründer warnt vor Bitcoin & Co.: „Nur mit Spielgeld in Kryptowährungen investieren“

Startup Notes

Kreditech Gründer Sebastian Diemer warnt vor Bitcoin

Sebastian Diemer ist einer der bekanntesten Namen der deutschen Startup-Szene: Mit Mitte 20 gründete er das Fintech-Startup Kreditech und ist seit durch Verkauf seiner persönlichen Anteile am Unternehmen bereits mit Anfang 30 Multimillionär. Im Gespräch mit Startup Notes spricht er über die aktuellen Entwicklungen im Fintech-Bereich und verrät, warum ein Investment in Bitcoin und andere Kryptowährungen viele Risiken birgt.

Seriengründer mit Fokus auf Fintech

Nach kurzen Stationen im Banking und als Unternehmensberater ist Sebastian Diemer wie viele andere erfolgreiche deutsche Gründer bereits früh in die Startup-Szene eingestiegen und in den 2000er Jahren zunächst bei Rocket Internet gelandet. Nachdem er für den bekannten Berliner Investor und Company Builder für eine Weile unter anderem in China gearbeitet hatte, zog es ihn anschließend in den Norden Deutschlands nach Hamburg.

Dort gründete er zusammen mit Alexander Graubner-Müller im Jahr 2011 zunächst das Dienstleistungs-Startup Gigalocal, dessen anfängliche Vision sich aber als nicht erfolgreich umsetzbar erwies — jedoch den Grundstein für die gemeinsame im Jahr darauf folgende Gründung von Kreditech legen sollte. Etwas mehr als drei Jahre verantwortete Diemer schließlich das schnelle Wachstum des bekannten und bis heute wahrscheinlich erfolgreichsten deutschen Fintech-Startups bevor er das Unternehmen 2015 verließ.

Er wurde über Nacht zum mehrfachen Millionär

Nach seinem Ausscheiden bei Kreditech legte der für seine starke Umsetzungskompetenz in der Startup-Szene gemeinhin bekannte Gründer direkt wieder los und startete im gleichen Jahr den Factoring-Anbieter Finiata, welcher in Deutschland auch unter bezahlt.de bekannt ist. Zwei Jahre nach seinem Ausstieg aus dem Management-Team bei Kreditech folgte dieses Jahr schließlich auch der persönliche Exit für Sebastian Diemer durch den Verkauf seiner Anteile im Rahmen einer millionenschweren Finanzierungsrunde (der südafrikanische Medienkonzern Naspers investierte insgesamt 110 Millionen Euro) — die ihn quasi über Nacht zum mehrfachen Millionär machte. Noch lange nicht satt von der intensiven Startup-Branche, investiert der erfolgreiche Unternehmer nebenbei auch selbst in die Ideen anderer Gründer (zum Beispiel Digitalkasten).

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