Kreatives Trinken: Neuseeländer umgehen Alkoholverbot an Silvester

Auf der neuseeländischen Halbinsel Coromandel galt über Neujahr ein Alkoholverbot im öffentlichen Raum. Eine Gruppe von Feierlustigen umging diese Hürde auf originelle Weise. Sie errichteten im Meer eine Sandinsel, um dort mit alkoholischen Getränken das neue Jahr zu begehen.

Die Einheimischen hatten auf einem Strandabschnitt während der Ebbe eine Sandinsel errichtet. Darauf platzierten sie Sitzbänke, einen Picknick-Tisch und einige Kühlboxen mit alkoholischen Getränken. Als die Flut einsetzte, befanden sich die sieben bis acht Personen bereits auf der fertig aufgetürmten Insel und fieberten dem neuen Jahr entgegen.

Damit umging die Gruppe ein Alkoholverbot, das im neuseeländischen Coromandel an Silvester an öffentlichen Plätzen gilt. Mitglieder der Gruppe sollen laut Zeugen gesagt haben, dass das Verbot für sie nicht gelte, da sie sich in „internationalen Gewässern“ befinden. Das berichtet das neuseeländische Online-Portal „stuff.co.nz“.

Ein Foto, das die Gruppe beim Feiern zeigt, wurde in der privaten Facebook-Gruppe „Tairua ChitChat!“ gepostet.

Laut eines Zeugen, der sich als Urlauber auf Coromandel befand, haben die Inselbauer mit dem Trinken gewartet, bis die Flut einsetzte. Bürgermeisterin Sandra Goudie reagierte auf die einzigartige Aktion ambivalent: „Das liebe ich an Coromandel: Den Erfindungsreichtum der Bewohner. Es geht um Kreativität. Die rechtliche Realität ist allerdings eine andere Sache.“

John Kelly, Polizist beim Waikato Police District, sagte gegenüber „stuff.co.nz“, man sei sich nicht bewusst gewesen, dass Leute auf diese Weise das Alkoholverbot umgangen haben. Dennoch reagierte der Gesetzeshüter äußerst humorvoll auf den Regelverstoß: „Das ist kreatives Denken. Hätte ich davon gewusst, hätte ich mich denen vermutlich angeschlossen.“

Auf dem Sky Tower in Auckland gab es um Mitternacht ein koordiniertes Feuerwerk. (Bild: Getty Images)

Auch am Morgen nach Silvester war die Sandinsel noch zu sehen.