Krasses Gesetz: Tansania wirft Schwangere aus der Schule

In Tansania ist Schulbildung frei zugänglich. Ein neues Gesetz sorgt nun für Ärger. Schwangere Mädchen dürfen ab sofort nicht mehr in die Schule. Die Begründung des Präsidenten ist mehr als abenteuerlich.

“Wer schwanger ist, ist am Ende”, meint John Magufuli (57), der seit 2015 oberster Politiker des ostafrikanischen Landes ist. Deshalb verbietet er schwangeren Mädchen jetzt offiziell den Schulbesuch. Magufuli ist der Meinung, dass der Anblick von schwangeren Mitschülerinnen dazu führt, dass auch andere Mädchen ein Kind haben wollen.

Als Alternative zum Klassenzimmer legt er ihnen eine Berufsausbildung oder einen Job als Näherin ans Herz.

John Magufuli ist offenbar ein kreativer Mann. (Bild: AP Photo/Khalfan Said)

Das Verbot ist nur die Spitze des Eisbergs

Um Teenagerschwangerschaften zu unterbinden will der Präsident sogar noch viel weiter gehen: Jungen, die schulpflichtige Mädchen schwängern, sollen seiner Meinung nach für 30 (!) Jahre ins Gefängnis gesteckt werden.

Die Reaktionen auf das Gesetz waren relativ eindeutig. Auf Twitter formierte sich unter dem Hashtag “StopMagufuli” umgehend Widerstand. Eine Petition gegen bringt es mittlerweile auf Tausende Überschriften.