Krankenkassen zum Halbjahr mit 1,4 Milliarden Euro im Plus

Krankenkassen horten immer mehr Geld

Die gesetzlichen Krankenkassen häufen immer mehr Geld an.

Eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums bestätigte am Dienstag einen Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ), wonach das Plus zum Halbjahr bei rund 1,4 Milliarden Euro liege. Die Zahl decke sich mit den Meldungen, die ihr Ministerium von den Kassenverbänden erhalten habe. Die Finanzreserven der 113 Kassen stiegen damit auf rund 17,5 Milliarden Euro. Es zeichnet sich ab, dass die Kassen in diesem Jahr ihr Ergebnis von 2016 übertreffen dürften. Ende vergangenen Jahres hatte der Überschuss gut 1,6 Milliarden Euro betragen. Im ersten Quartal dieses Jahres lag das Plus bei 612 Millionen Euro.

Wie die „FAZ“ (Mittwochausgabe) berichtet, konnten Orts- und Ersatzkassen ihre Überschüsse um jeweils rund 300 Millionen Euro auf 456 und 650 Millionen Euro ausweiten. Auch bei den kleineren Kassenarten gehe der Trend nach oben. Die Betriebskrankenkassen weiteten ihr Plus um das Fünffache auf 111 Millionen Euro aus, ebenso die Innungskrankenkassen, die auf 93 Millionen Euro kamen. Die Knappschaft nannte 101 Millionen Euro nach 58 Millionen Euro Ende März.

Als Gründe für die gute Finanzlage gelten die gute Beschäftigten- und Einkommenslage. Auch entwickeln sich die Ausgaben schwächer als im Herbst vergangenen Jahres prognostiziert. Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung hatte bereits Mitte Juli prognostiziert, dass die rund 71 Millionen gesetzlich Versicherten im kommenden Jahr im Schnitt mit stabilen Beiträgen rechnen können.

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