Meniskusriss: Olympia-Aus für Snowboarderin Mittermüller

Mittermüller in München operiert: "Meniskus wieder da, wo er hingehört"

Der große Traum von Snowboarderin Silvia Mittermüller von einem Start bei Olympischen Spielen ist geplatzt. Die 34-Jährige zog sich am Montagvormittag beim Training für den Slopestyle-Wettbewerb im Phoenix Snow Park in Bokwang einen Meniskuseinriss im rechten Knie zu. Das gab der Deutsche Olympische Sportbund bekannt.
"Das war's mit olympischem Snowboarden für mich", hatte Mittermüller zuvor via Instagram über Röntgenaufnahmen ihres Knies geschrieben. Die Münchnerin, die am Vorabend noch unter Fieber gelitten hatte, muss operiert werden und kann die Qualifikation für das Finale im Big Air am 19. Februar nicht bestreiten.
Das Unglück passierte beim letzten Trainingslauf am letzten Sprung, als Mittermüller von einer Windböe erfasst wurde. "Ich bin nach Südkorea gekommen, um Olympia mit allen Sinnen aufzusaugen und alles zu geben. Das habe ich trotz der herausfordernden und gefährlichen Bedingungen probiert und dafür bezahlt", sagte sie. Nach dem Unfall fuhr sie dennoch zum Start hoch, konnte aber nur seitlich abrutschen und wurde als 26. gewertet.
Sportdirektor Stefan Knirsch vom Verband Snowboard Germany nannte den Vorfall "sehr bitter". Der wegen des Windes fragwürdige Wettbewerb sei "keine Werbung für unseren Sport" gewesen, das belegten auch die Leistungen im Finale. "Wir müssen gemeinsam mit der FIS nach Möglichkeiten suchen, unsere Athleten besser zu schützen, zum Beispiel mit Windmessungen oder Ampelanlagen am Start", sagte er.