Kramer befeuert die Euphorie: Fans sollen träumen

Christoph Kramer will die Euphorie rund um den Bundesliga-Tabellenführer Borussia Mönchengladbach keinesfalls bremsen. "Die Fans sollen träumen. Sie sollen Schalen ausschneiden. Aber wir bleiben realistisch und müssen uns jede Woche alles neu erarbeiten", sagte der Weltmeister von 2014.

Er selbst gucke sich "gerne die Tabelle an" und sei auch gerne euphorisch. "Euphorie kann tragen, das gehört dazu im Sport, das ist doch was Schönes", sagte der Mittelfeldspieler. Er bevorzuge aber den Realismus: "Vom Kader her sind wir wohl zwischen vier und acht. Alles andere ist eine Überraschung." Bayern München, Borussia Dortmund oder RB Leipzig sieht Kramer vorne.  


Kramer: Problem sind die restlichen 23 Spiele 

"Wir haben schon zurecht 25 Punkte. Das gibt die Liga eben her, dass wir mit diesem Punkteschnitt Erster sind", betonte der 28-Jährige. "Vier Punkte Vorsprung auf den zweiten Platz, das ist unfassbar gut. Aber wir wissen, dass es bis Platz neun auch ganz schnell gehen kann."

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Nach der Länderspielpause geht es für die Gladbacher am 23. November bei Union Berlin weiter. Am 7. Dezember kommt der FC Bayern zum Spitzenspiel. "Das einzige Problem an der ganzen Sache ist, dass wir noch 23 Spiele zu spielen haben", sagte Kramer. "Das ist das einzige Problem - aber es ist eben sehr groß."

Kramer hakt DFB-Team noch nicht ab

Der Gladbach-Profi hat mit der deutschen Nationalmannschaft auch dreieinhalb Jahre nach seinem letzten Länderspiel noch nicht abgeschlossen.

"Wenn ich jetzt gucke, sind das schöne, alte Erinnerungen, die mich unheimlich mit Stolz erfüllen. Das ist wie ein altes Foto-Album. Aber irgendwas abzuhaken, wäre Quatsch", sagte Kramer.

Er selbst habe erlebt, wie schnell sich Träume erfüllen. "Ich weiß nicht, was unrealistischer wäre: Wenn sie mich 2013 gefragt hätten, ob ich 2014 Weltmeister werde, wäre das unrealistischer gewesen, als wenn sie mich jetzt fragen, ob ich 2020 Europameister werde", sagte er. "Abschließen kann man nichts, weil alles immer sehr schnell geht."


Kramer im WM-Finale verletzt raus 

Kramer war 2014 durch die Verletzung von Sami Khedira in die Startelf für das WM-Finale gegen Argentinien (1:0 n.V.) in Rio de Janeiro gerückt. Nach einer halben Stunde wurde er wegen einer Gehirnerschütterung ausgewechselt. Sein letztes Länderspiel datiert vom 29. März 2016 gegen Italien (4:1).