Kräftiges Plus bei Tarifverdiensten in Deutschland

Mehr Geld in der Tasche

Die Tarifverdienste in Deutschland steigen weiter kräftig an. Im zweiten Quartal dieses Jahres waren sie durchschnittlich 3,8 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Das ist demnach der höchste Anstieg seit Beginn dieser Zeitreihe im Jahr 2011. In den ersten drei Monaten des Jahres hatte es bereits einen Anstieg um 2,8 Prozent gegeben.

Ohne Sonderzahlungen stiegen die Tarifverdienste im zweiten Quartal um 3,4 Prozent. Damit haben viele Beschäftigte deutlich mehr Geld in der Tasche. Denn im gleichen Zeitraum erhöhten sich die Verbraucherpreise nur um 1,7 Prozent.

Getragen wurde der Anstieg laut den Statistikern wie schon zum Jahresanfang erheblich von den Tarifverträgen im öffentlichen Dienst. Besonders deutlich zeigte sich dies demnach in den Branchen Wasserversorgung und Entsorgung, öffentliche Verwaltung, Verteidigung und Sozialversicherung sowie im Gesundheits- und Sozialwesen mit Steigerungen von jeweils 4,5 Prozent.

Ebenfalls einen deutlichen Anstieg von 4,1 Prozent verzeichnete das verarbeitende Gewerbe, der laut der Behörde auf die Tarifabschlüsse in der Metall- und Elektroindustrie zurückzuführen ist. Deutlich überdurchschnittlich entwickelten sich demnach auch die Tarifverdienste im Bergbau und der Gewinnung von Steinen und Erdendemnach mit einem Plus von 7,4 Prozent.

Deutlich unterdurchschnittlich war die Tarifentwicklung dagegen vor allem im Gastgewerbe mit einem Plus von lediglich 0,9 Prozent und im Handel mit einem Anstieg um 1,1 Prozent.