Schalke schimpft auf den Video-Schiri

Schiri Marco Fritz entschied nach einem Hinweis von Video-Assistent Bastian Dankert auf Elfmeter

Der Ärger über den umstrittenen Handelfmeter gegen den FC Bayern entlud sich bei den Verantwortlichen des FC Schalke 04 unmittelbar nach Spielschluss.

"Der Elfmeter war eine entscheidende Szene. Ich habe ein paar Stimmen gehört, die sagen, es war ein klarer Elfmeter. Aber wer sagt, dass es ein klarer Elfmeter war?", schimpfte Manager Christian Heidel nach der 0:3-Niederlage bei Sky: "Es ist überhaupt kein Elfmeter." 

Naldo-Handspiel nicht strafbar?

Was war passiert? In der 24. Minute blockte Schalkes Innenverteidiger Naldo im Strafraum eine Flanke von James. Der Ball sprang dem Brasilianer dabei von seinem Fuß an die ausgestreckten Arme. Schiedsrichter Marco Fritz entschied zunächst auf Eckstoß, revidierte nach einem Funkspruch des Video-Assistenten Bastian Dankert aber seine Entscheidung und gab Strafstoß. Robert Lewandowski verwandelte und leitete damit die Schalker Niederlage ein.

"Wenn du gegen Bayern München so ein Bein gestellt bekommst, dann tut das weh", sagte Schalkes Torhüter Ralf Fährmann und fühlte sich wegen des Elfmeterpfiffes benachteiligt: "Dann brauchen wir vor der Saison auch keine Schiedsrichterschulungen zu machen. Da wird uns immer klipp und klar gesagt, dass es kein Elfmeter ist, wenn der Ball vom Körper an die Hand springt. Wir sind keine Roboter, wir sind Menschen, wir haben Arme."

Ähnliche Szene in Hannover

Am 2. Spieltag bei der 0:1-Niederlage der Schalker in Hannover wurde bei einer vergleichbaren Szene im Hannoveraner Strafraum nach Rücksprache mit dem Video-Schiri nicht auf Strafstoß entschieden.


"Wenn ich Herrn Hellmut Krug folge, der auf der Managertagung vor der Saison genau erklärt hat, dass es kein Handspiel ist, wenn der Ball von einem anderen Körperteil an die Hand springt, dann frage ich mich, warum heute der Videoschiedsrichter den Elfmeter gibt", sagte Heidel.

Fährmann: "Einfach nur zum Kotzen"

Und Fährmann ergänzte: "In Hannover gab es von uns auch keinen Protest im Nachhinein, weil es ganz klar war. Umso bitterer ist es jetzt", sagte der Keeper und redete sich in Rage: "Der Ball geht erst an Naldos Fuß und dann an den Arm. Wenn man dann im Büro sitzt, auf die Monitore guckt und das auch noch sieht, dann ist das einfach nur zum Kotzen."

Schiedsrichter Fritz nahm er von seiner Kritik aus. "Wenn er die Information bekommt, dass es ein Elfmeter ist, dann verlässt er sich auch darauf. Deswegen kann man ihm keinen Vorwurf machen, sondern den Leuten vor den Monitoren", sagte Fährmann.