Wie Kostic den Wechsel-Zoff vergessen macht

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Wie Kostic den Wechsel-Zoff vergessen macht
Wie Kostic den Wechsel-Zoff vergessen macht
Wie Kostic den Wechsel-Zoff vergessen macht

Um beim FC Bayern München bestehen zu können, müssen alle Elemente passen. Es benötigt eine starke Torhüterleistung wie die von Kevin Trapp – und die Qualität, aus wenigen Chancen viel zu machen.

Dafür steht bei Eintracht Frankfurt vor allem Filip Kostic. Der Serbe war beim Sensationssieg der Hessen mit Ecke und Tor neben Trapp der zweite Held des Tages.

Kostic gegen Bayern mit Vorlage und Tor

Der Wechselzoff kurz vor dem Ende der Transferperiode? Längst vergessen. Die Antwort des Flügelspielers? Herausragend.

„Filip hat auf einer anderen Position gespielt. Wir brauchten einen Umschaltspieler. Dafür ist er natürlich Gold wert“, sagte Kapitän Martin Hinteregger nach Abpfiff bei DAZN. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Vor rund fünf Wochen noch war die Stimmung eine andere. Lazio Rom wollte Kostic und der Serbe versuchte seinen Wechsel mit einem Fehlverhalten zu erzwingen.

Er nahm nicht am Training teil und wurde für die Partie bei Arminia Bielefeld (1:1) aus dem Kader gestrichen. Die Eintracht zeigte allerdings Härte und bewies Stärke, der Klub ließ sich von Lazio nicht mit einer Ablöse in Höhe von rund zehn Millionen Euro abspeisen.

Kostic ist jetzt „Bayern-Killer“

„Sollte er am 1. September noch Spieler von Eintracht Frankfurt sein, werden wir ein längeres Gespräch darüber führen müssen, wie es weitergeht“, hatte Trainer Oliver Glasner damals angekündigt.

Die Worte jedenfalls haben gefruchtet. Kostic kehrte nach der Länderspielpause zurück und traf nach Einwechslung zum 1:0 gegen den VfB Stuttgart (1:1).

Es folgten Vorlagen gegen Fenerbahce Istanbul (1:1), den VfL Wolfsburg (1:1), den 1. FC Köln (1:1) und nun auch gegen die Münchner. Der Siegtreffer war die Krönung der persönlich starken Leistungen, „Bayern-Killer“ statt „Streik-Profi“ lautet inzwischen die Headline. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Kostic löste somit Jan Aage Fjörtoft ab, der im Herbst 2000 der letzte Siegtorschütze der Hessen war.

Fjörtoft hatte angekündigt: „Gebe diese Ehre gerne ab“

Die Eintracht-Legende verriet im Gespräch mit SPORT1 zuvor noch, dass er damit keine Probleme hätte:

„Ich hoffe, dass mich nach dem Spiel ein Stürmer anruft und sagt, dass er mich als letzter Siegtorschütze in München abgelöst hat. Ich gebe diese Ehre gerne ab.“ Wenn ein Frankfurter Spieler diesen Erfolg verdient hat, dann Kostic. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Er war an sechs von zehn Saisontoren direkt beteiligt. Insgesamt stehen 28 Treffer und 52 Vorlagen in 135 Pflichtspielen für die Hessen auf dessen Konto.

„Ich nehme Filip genauso wahr wie vorher“, sagte Glasner zuletzt auf SPORT1-Nachfrage. Kostic hatte sich als Konsequenz von der Berateragentur LIAN Sports getrennt. Der Fußball steht wieder voll im Fokus bei dem Mann, der mit 31 Flanken in dieser Bundesliga-Statistik hinter David Raum (36 Flanken) und Borna Sosa (33) auf Rang drei steht.

Schusstechnik von Kostic ist herausragend

Gegen den FC Bayern jedenfalls zeigte er wieder, was ihn auszeichnet. Die Schusstechnik von Kostic ist herausragend, aus spitzestem Winkel kann er das Leder noch mit allerhöchster Präzision im langen Eck versenken.

Auch wenn Weltklassetorhüter Manuel Neuer nicht gut aussah, war auch dieser Abschluss wieder hochwertig. Der „Bayern-Killer“ sicherte sich damit einen Platz in den Geschichtsbüchern - und seinem Coach Glasner den ersten Sieg in der neuen Heimat.

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