Kostenfaktor: MotoGP-Rennen in Asien nur möglich, wenn Fans erlaubt sind

Gerald Dirnbeck

MotoGP-Promoter Dorna plant derzeit ab Mitte Juli ausschließlich mit Rennen in Europa. Die Logistik und die Kosten sind deutlich einfacher zu managen, wenn man nur hier fährt. Außerdem sind Bestimmungen bezüglich Reisen und Quarantäne ein Knackpunkt. Wenn man Material und Personal auf der Straße transportieren kann, ist das theoretisch einfacher zu bewerkstelligen.

Grands Prix in Malaysia oder Thailand sind noch nicht komplett ausgeschlossen, aber derzeit unwahrscheinlich. "Wenn es möglich ist, dann würden wir gerne nach Asien reisen. Aber das ist nur mit Zuschauern möglich", sagt Dorna-Chef Carmelo Ezpeleta bei 'Fox Sports Asia'. Denn Fans generieren wichtige Einnahmen für die Strecken.

Ohne Einnahmen müsste die Dorna Rennen in Asien subventionieren. Dazu würden die hohen Reisekosten (Luftfracht) kommen. "Rennen in Europa sind ohne Zuschauer eher möglich, aber Rennen in Asien ohne Zuschauer sind sehr schwierig zu machen. Das liegt an den hohen Kosten", nennt der Spanier den Grund. "In der derzeitigen Situation ist das nicht möglich."

Priorität hat momentan, die Saison in Europa mit den ersten Rennen zu beginnen. Für 19. Juli ist der erste Grand Prix in Jerez (Spanien) geplant. Anschließend könnten Brünn, Spielberg, Misano sowie weitere Rennen in Spanien wie Aragon, Barcelona und Valencia folgen. Ein neuer Kalender wird für Ende Mai erwartet.

Über Asien-Rennen will man sich später Gedanken machen. "Wir sprechen mit verschiedenen Promotern, ob es möglich ist oder nicht", sagt Ezpeleta. "Unser Plan ist es, zwölf bis 13 Grands Prix in Europa zwischen Juli und Anfang November zu haben. Wenn es möglich ist, könnten wir danach nach Asien oder Amerika reisen."

"Eventuell können wir Anfang September sagen, ob Rennen außerhalb Europas möglich sind oder nicht." Aufgrund der Wettersituation könnte im November oder Dezember in Thailand oder Malaysia gefahren werden. Gibt es eine Deadline, bis wann die Saison maximal dauern kann? "Wir haben uns mit den Herstellern darauf geeinigt, dass es keine Rennen nach Mitte Dezember geben wird", so Ezpeleta.

Mit Bildmaterial von GP-Fever.de.