Kosten für Versorgung von Hungernden wegen Konflikten stark gestiegen

dpa-AFX

GENF (dpa-AFX) - Fast 800 Millionen Menschen gehen nach Angaben des Welternährungsprogramms (WFP) der Vereinten Nationen jeden Tag hungrig schlafen. Diesen Bedürftigen zu helfen, wird laut der Organisation wegen der Kriege und Konflikte in vielen Gebieten der Welt immer teurer. 2015 benötigte das WFP 5,3 Milliarden Dollar (4,6 Milliarden Euro) für seine Hilfsprogramme, wie die Organisation am Donnerstag in Genf mitteilte. Sieben Jahre zuvor lag der Betrag noch bei 2,2 Milliarden Dollar (1,9 Milliarden Euro). Als Grund nannte das WFP die Nahrungsengpässe in Ost-, Zentral- und Nordafrika sowie in Nahost. Diese Krisen-Regionen benötigten 70 Prozent der Gelder.

"Die Welt muss mehr als alles andere aufwachen und diese Kriege und Konflikte beenden, so dass wir echten Fortschritt beim Beenden von Hunger machen können", sagte WFP-Direktor David Beasley.

Laut Studie könnte das WFP jedes Jahr rund eine Milliarde Dollar sparen, wenn es leichteren Zugang zu den Bedürftigen hätte. Professioneller Umgang der rund 80 betroffenen Länder mit klimabedingten Katastrophen oder politischen und wirtschaftlichen Krisen hätte ebenfalls ein Sparpotenzial von über zwei Milliarden Dollar.