Koschyk: Nordkorea lässt sich Atomprogramm nicht mehr abhandeln

dpa-AFX

BERLIN (dpa-AFX) - Auch die Verhängung neuer Sanktionen gegen Nordkorea durch den UN-Sicherheitsrat wird nach Einschätzung des Vorsitzenden der deutsch-koreanischen Parlamentariergruppe im Bundestag, Hartmut Koschyk, das kommunistische Land nicht zum Verzicht auf sein Atomprogramm bewegen. "Aus Nordkoreas Sichtweise heraus ist das ja die Lebensversicherung", sagte der CSU-Politiker am Dienstag im Bayerischen Rundfunk (Bayern 2, radioWelt am Morgen). "Vor diesem Hintergrund muss man wahrscheinlich den Status quo akzeptieren."

Der UN-Sicherheitsrat hatte in der Nacht zum Dienstag Öllieferungen an Nordkorea eingeschränkt und nordkoreanische Textilausfuhren verboten. Koschyk begrüßte ausdrücklich, dass der Sanktionsbeschluss einmütig gefallen sei. Das reiche aber nicht, um die Krise zu lösen. Es gehe darum, "Nordkorea wieder an den Verhandlungstisch zu bringen und dann darüber zu reden, wie man diese nuklearen Ambitionen wieder unter Kontrolle bekommt". Dabei sei wichtig, dass "auch die Europäische Union und damit Deutschland" bereit seien, "diese Rückkehr zum Dialog zu unterstützen".