Korruptionsvorwürfe gegen Netanjahu: Kronzeuge geht Deal mit Staatsanwaltschaft ein

Der israelische Ministerpräsident soll unter anderem Geschenke angenommen haben.

Im Zuge der Korruptionsermittlungen gegen den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu wird dessen ehemaliger Stabschef als Kronzeuge gegen ihn aussagen. Ari Harow habe eine Vereinbarung mit der Staatsanwaltschaft unterzeichnet, berichteten israelische Medien am Freitag. Zuvor hatte es bereits Artikel über entsprechende Gespräche gegeben. Im Gegenzug solle Harow, gegen den die Polizei wegen anderer Vergehen ermittelt, eine mildere Strafe erhalten.

Netanjahu soll unter anderem von Geschäftsleuten illegal Geschenke angenommen haben. Nach Medienberichten wird ihm etwa vorgeworfen, gemeinsam mit seiner Frau Sara von einem befreundeten israelischen Hollywood-Produzenten über Jahre Zigarren und Champagner im Wert von mehreren Hunderttausend Schekel (ein Euro ist rund vier Schekel wert) angenommen zu haben. Netanjahu soll sich 2014 für eine Verlängerung des US-Visums des Produzenten eingesetzt haben.

Netanjahu weist Verdächtigungen von sich

Außerdem soll er versucht haben, unrechtmäßig Einfluss auf die Medienberichterstattung in Israel zu nehmen. Dabei soll er sich darum bemüht haben, sich in einem Deal mit einem Medienmogul eine positivere Berichterstattung in der regierungskritischen Zeitung „Jediot Achronot“ zu sichern. Von den Gesprächen gibt es Aufzeichnungen, die zumindest teilweise im israelischen Fernsehen zu hören waren. Kronzeuge Harow soll nach Medienberichten bei einem Teil der Gespräche anwesend gewesen und sie aufgenommen haben.

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