Korruptionsindex: Deutschland im Rüstungsbereich auf Platz sechs

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BERLIN (dpa-AFX) - Bei der Bewertung von Korruptionsrisiken in staatlichen Rüstungsprojekten schneidet Deutschland im internationalen und europäischen Vergleich gut ab. Die Bundesrepublik stehe zusammen mit Taiwan auf Platz sechs, heißt es in dem am Dienstag veröffentlichen Korruptionsindex von Transparency International weiter. Schwachpunkte des deutschen Verteidigungssektors seien allerdings unzureichende Vorkehrungen zur Korruptionsbekämpfung bei Auslandseinsätzen.

Die globalen Ergebnisse weisen länderübergreifend auf ein hohes bis kritisches Korruptionsrisiko im Verteidigungssektor hin. 62 Prozent der untersuchten Länder erreichen eine Gesamtbewertung von weniger als der Hälfte der möglichen Punkte. Spitzenreiter ist Neuseeland mit einer Gesamtbewertung von 85 von 100 und Schlusslicht der kürzlich von einem Militärputsch betroffene Sudan mit einer Gesamtbewertung von 5 von 100 möglichen Punkten. Deutschland kommt demnach auf eine Gesamtbewertung von 70 von 100 Punkten.

Die Antikorruptionsorganisation veröffentlichte ihren Government Defence Integrity Index (GDI) 2020. Dieser sei die einzige globale Bewertung der Korruptionsrisiken in staatlichen Institutionen des Verteidigungssektors, insbesondere in Verteidigungsministerien. Der GDI untersucht 86 Staaten und bewertet das Vorhandensein, die Wirksamkeit und die Durchsetzung institutioneller Kontrollen in fünf zentralen Korruptionsrisikobereichen: Finanzen, militärischer Einsatz, Personal, Politik und Beschaffung.

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