Neuer Ärger bei Pfeiffer Vacuum: Busch will Plätze im Aufsichtsrat

dpa-AFX

ASSLAR (dpa-AFX) - Den Aktionären des Vakuumpumpenherstellers Pfeiffer Vacuum droht ein weiteres Hickhack um ihren Konzern. Nachdem der Großaktionär und Branchenrivale Busch mit seinem Übernahmeangebot bei den restlichen Anteilseignern abgeblitzt war, fordert die Gruppe aus dem baden-württembergischen Maulburg nun eine außerordentliche Hauptversammlung, wie Busch am Montag mitteilte. Auf dieser will Busch sowohl Aufsichtsratschef Michael Oltmanns als auch Wolfgang Lust aus dem Kontrollgremium abberufen lassen und schlägt Busch-Geschäftsführerin Ayla Busch als neue Vorsitzende des Aufsichtsorgans vor. Oltmanns war auf der jüngsten Hauptversammlung Pfeiffers im Mai in Wetzlar nicht entlastet worden.

Den Platz von Lust soll demzufolge Ex-Pfeiffer-Vorstandschef Wolfgang Dondorf bekommen. Dieser hatte die derzeitige Unternehmensführung auf der Hauptversammlung für ihr Vorgehen kritisiert. Zudem will Busch einen Antrag auf Sonderprüfung stellen, um Vorgänge in Vorstand und Aufsichtsrat zu überprüfen.

Busch war vor knapp zwei Jahren bei Pfeiffer eingestiegen und hielt jüngsten Angaben von Ende Juni zufolge zuletzt mehr als 35 Prozent an dem TecDax -Unternehmen. Die in diesem Jahr lancierten Übernahmeangebote waren bei Aktionären auch deswegen nur auf sehr geringe Zustimmung gestoßen, weil die Aktie bereits mehr wert war als von Busch angeboten. Zudem hatte sich das aktuelle Management um Pfeiffer-Chef Manfred Bender gegen das Angebot ausgesprochen.