KORREKTUR/Kurz vor entscheidenden Stichwahlen: Republikaner in Quarantäne

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(In der Meldung vom 1. Januar wurden die Angaben am Ende des letzten Absatzes berichtigt. Bei rund 4 Millionen Wählern handelt es sich um die Gesamtzahl der Frühwähler (und nicht aller Wähler). Die zuvorgenannte Zahl 2,7 Millionen bildet nur die Zahl derjenigen ab, die vor dem Wahltag am 3. November persönlich ihre Stimme im Wahllokal abgegeben hatten und nicht die Zahl aller Frühwähler, da es auch Briefwähler gab. Der Absatz wurde entsprechend berichtigt.)

WASHINGTON (dpa-AFX) - Kurz vor entscheidenden Stichwahlen im US-Bundesstaat Georgia um zwei Sitze im US-Senat hat sich der republikanische Kandidat David Perdue nach einem Corona-Kontakt in Quarantäne begeben. Der Senator sei am Donnerstagmorgen darüber informiert worden, dass er mit einer Person engen Kontakt gehabt habe, die positiv auf das Coronavirus getestet worden sei, erklärte Perdues Wahlkampfteam. Perdue und seine Frau seien negativ getestet worden, befolgten nun aber Empfehlungen des Arztes und die Richtlinien der Gesundheitsbehörde CDC.

Die Stichwahlen am kommenden Dienstag entscheiden darüber, ob die Republikaner die Mehrheit im Senat verteidigen können oder die Demokraten die Kontrolle über die mächtige Parlamentskammer übernehmen. Um die faktische Mehrheit zu erlangen, müssten sich die Demokraten Jon Ossoff und Raphael Warnock gegen Perdue und seine Amtskollegin Kelly Loeffler durchsetzen.

Georgia galt lange als Hochburg der Republikaner. Bei der Präsidentschaftswahl im November unterlag der republikanische Amtsinhaber Donald Trump dort jedoch, Wahlsieger Joe Biden gewann den Staat knapp. Am Montag will Trump für einen Wahlkampfauftritt nach Georgia reisen, um die republikanischen Kandidaten zu unterstützen. Ob Perdue wie geplant dabei sein kann, ist nun fraglich.

Bis zum 30. Dezember gaben bereits mehr als 2,8 Millionen Wähler ihre Stimme per Brief oder im Wahllokal ab, wie aus einer Aufstellung des "Elections Project" hervorgeht, das auf offizielle Daten des Bundesstaates zurückgreift. Vor den Wahlen im November hatten rund 4 Millionen Wähler ihre Stimme frühzeitig im Wahllokal oder per Brief abgegeben.